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Presse

Die Presse zur Veranstaltung 2009

 

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Sächsische Zeitung ^
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Sächsische Zeitung vom 16.08.2004:
  • Grenzübergreifende "Nacht der Museen" an der Neiße

    Eine grenzübergreifende "Nacht der Museen" findet am 18. September in Görlitz und in Zgorzelec in Polen statt. Görlitz öffnet an diesem Tag bereits zum dritten Mal seine Museen nachts für Besucher. Zgorzelec am anderen Ufer der Neiße ist erstmals dabei. Das teilt die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen in Dresden mit. Auf Görlitzer Seite haben etwa das Schlesische Museum und das Staatliche Museum für Naturkunde länger geöffnet als üblich. In Zgorzelec kann zum Beispiel die Ruhmeshalle (Dom Kultury) besichtigt werden. Der Vorverkauf beginnt heute, teilt das Touristbüro i-vent auf dem Görlitzer Obermarkt mit. Karten gibt es dort und in allen teilnehmenden Museen. Das Ticket gelte für zwei Tage. Die Inhaber könnten so die Museen noch einmal am 19. September zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.
Sächsische Zeitung vom 14.09.2004:
  • Görlitzer Spielzeug wird der Öffentlichkeit vorgestellt

    Mit Pinsel und Bürste reinigt Christine Eisenhammer Schätze, die für Kinderhand bestimmt waren. Ehrenamtliche Denkmalpfleger fanden die einfachen Spielzeuge vor Jahren auf dem Dachboden des Schönhofes. Vermutlich entstanden sie in den ersten Nachkriegsjahren und waren zum Verkauf bestimmt. Am Sonnabend zur Museumsnacht können sie ab 20.00 Uhr im Spielzeugmuseum Görlitz besichtigt werden. Da kann man auch mit den "findigen" Denkmalpflegern ins Gespräch kommen. Ebenfalls Spannendes, Neues oder einfach mal Anderes wird bei der langen Nacht der Muse(e)n im Schlesischen Museum, dem Fotomuseum, dem Naturkundemuseum, in den Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur (Kaisertrutz, Barockhaus, Reichenbacher Turm), im Naturschutz-Tierpark Görlitz sowie auf polnischer Seite im Jakob-Böhme-Haus und im Dom Kultury zu erleben sein.
Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
  • Nix mit Schlaf für Paul

    Paul hat sich verkrochen. Ganz grün hockt er zwischen großen Blättern auf seiner 70 Zentimeter hohen "Zimmerpflanze". Der Schwanz ist eingerollt. Schlafenszeit - für Chamäleon Paul jedenfalls. Seine hausgenossen im Vivarium vom Naturkundemuseum Görlitz sehen das allerdings ganz anders. Wenn die großen Neonlampen endlich ausgehen, die grellen Lichter in den Terrarien nur spärlich leuchten, dann schlägt ihre Stunde. Kurz nach sieben und Python Monti bewegt schon mal probeweise den Kopf, rechts, links, rechts links - klappt noch. "Nachher geht er schwimmen", verrät die Museumsbiologin Susanne Keffel. "Macht sich auf die Jagd". Paul ist das ziemlich egal, ab 18 Uhr ist Nachtruhe angesagt. Mit der dürfte es am Sonnabend allerdings nichts werden. Dann huschen nämlich hunderte Besucher im Schein der Taschenlampen durch die Museumsgänge und Säle. Die Görlitzer Museumsnacht öffnet zum dritten Mal zwölf Museums-Türen, in diesem Jahr sogar in Zgorzelec, mit dem dortigen Jakob-Böhme-Haus und Dom Kultury. Auch wenn der Weg über die Altstadtbrücke wegen Bauarbeiten (noch) verwehrt bleibt: Es wird eine lebendige Nacht, eine, in der nicht um sechs alle Türen dicht machen und es ganz still wird. Ob das Paul nun passt oder nicht. Den nachtaktiven Reptilien, Insekten und Fischen im Naturkundemuseum wird's wohl recht sein. Schließlich können die Besucher bei Tag ihre volle Schönheit doch gar nicht bewundern. Und so trippeln die Zwergmäuse schon mal aufgeregt an der Glasscheibe entlang. Die Baumhöhlenlaubfrösche beginnend schnorchelnd ihr Nachtkonzert. "Wer leise ist, kann das am Sonnabend auch hören", sagt Susanne Keffel. Im Lagerraum tippt sie ein grünes Blatt mit dem Finger an. Das kriegt plötzlich Beine, rote große Knopfaugen, macht einen Riesensatz und klebt mit gespreizten Zehen am Glas. "Rotaugenlaubfrösche. Die zeigen wir in der Museumsnacht zum ersten Mal." Den unscheinbaren, aber ziemlich gefährlichen Skorpion mit seinen acht Beinen auch. Gelblich-grün schimmert er im UV-Licht. Eine unruhige Nacht wird es auch für die Zwei- und Vierbeiner im Naturschutz-Tierpark von Görlitz. Mit Camille Saint-Saens Musik vom "Karneval der Tiere" und Roger Willemsens tierischen Sprüchen geht es in Ställe und Gehege. Alles im Zeichen des Klapperstorchs, denn der hat in Zeiten moderner Medizin als Kinderbringer ausgedient und sucht einen neuen Job. Den will der Tiergarten mit den Besuchern nächstens finden. "Na klar, es ist zusätzliche Arbeit. Aber es ist schön macht Spaß und ist auch für uns mal etwas besonders", sagt Zoo-Pädagogin Katrin Matthieu. Spaß, den wird Clown Tine haben. Dafür wird sie schon sorgen. Im Spielzeugmuseum in der Nikolaivorstadt hat sie aber auch alle Hände voll zu tun mit ihren beiden Nachwuchsclowns Robert und Katja. Zum Glück hat sie gleich einen ganzen Verein hinter sich, der fleißig Würste brät, Holzfiguren schnitzt und die kleinen und großen Gäste nur mit der Taschenlampe durchs Haus schleichen lässt. "Wir waren die ersten, die so eine Nacht veranstaltet haben", sagt Vize-Vereinsvorsitzende Dagmar Hausmann. "Es ist anstrengend, aber wenn du hinterher siehst, wie ich die leute freuen, machst du das einfach gern."
Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
  • Geschichte mit und ohne Gruseleffekt

    Die Arbeitsgemeinschaft "Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec 2004" hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt hoffen die Organisatoren, dass viele Besucher kommen und auch in diesem Jahr ein rauschendes Fest feiern werden. Im Schlesischen Museum werden schon die ersten Jugendstil Caféhäuser eingerichtet und nochmals alle Austellungsstücke der Breslauer Akademie auf Hochglanz poliert, während im Fotomuseum die schönsten Bilder der einmaligen Fotoausstellung von Robert Lebeck ins rechte Licht gesetzt werden. Auch die Arbeitsberatung beim Klapperstorch sammelt noch alle offenen Stellenangebote der Region, um sie am Abend des 18. September an den Mann oder die Frau zu bringen. Wer den berühmtesten Görlitzer Jakob Böhme, treffen möchte, kann ihn ab 18 uhr in seinem Wohnhaus auf der ul. Daszynskiego 12 besuchen. Wert lieber mit Oberon und Helena durchs Naturkundemuseum schreiten will, sollte unbedingt eine Taschenlampe mitbringen, um die Geheimnisse der Nacht sehen zu können, die ihm entlang des Weges erscheinen. Historisch geht es diesmal im Spielzeugmuseum zu, in dem die mittelalterlichen Spielzeugfunde aus dem Görlitzer Schönhof erstmals präsentiert werden. Die Museumsclowns Tine und Fine sorgen dabei für den nötigen Rahmen. Wer noch tiefer in die Görlitzer Geschichte eintauchen möchte, kann dies im Kaisertrutz bei den Besunzanen, Milzenern und Sorben tun, die sich im Jahre 1000 in der Oberlausitz ansiedelten. Die Besucher, die sich für die jüngere Geschichte der Stadt und insbesondere des Dom Kultury interessieren, können dies vor Ort in der Sonderausstellung "Unter der grünen Kuppel" tun. Und für alle nächtlichen Museumsbesucher gibt es für den nächsten Tag eine Zugabe: Mit den Eintrittskarten der Museumsnacht können am Sonntag alle teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals besucht werden.
Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
  • Löwen brutzeln

    Die beiden Görlitzer Lions-Clubs tun sich für die Museumsnacht am Sonnabend zusammen und laden in den Hof des Barockhauses Neißstraße 30 ein. Neben allerlei außergewöhnlichen Präsentationen rund um Museum und Oberlausitzische Bibliothek bieten die "Löwen" Gegrilltes (für einen guten Zweck) und ab 22 Uhr Klezmer-Musik mit dem Trio Harrys Freilach.
Sächsische Zeitung vom 17.09.2004:
  • SZ verlost Museumskarten

    Morgen legen sich die museen in Görlitz und Zgorzelec besonders in zeug. Wenn normalerweise die Türen schließen, geht's erst richtig los. Um 18 Uhr beginnt die Museumsnacht. Neun Museen, davon eines in Zgorzelec, machen die Nacht zum Tag und locken mit Sonder-Aktionen: Schlesisches Museum, Fotomuseum, Naturkundemuseum, Barockhaus, Kaisertrutz, Reichenbacher Turm, Storchenmuseum, Spielzeugmuseum und Jakob-Böhme-Haus. 4,40 Euro kosten die Karten heute noch im Vorverkauf, 6 Euro an der Abendkasse. Oder Sie rufen heute von 14 bis 14.10 Uhr in der SZ-Redaktion an: 47 10 52 61. Dann verlosen wir unter den ersten Anrufern zehn mal zwei Eintrittskarten.
Sächsische Zeitung vom 18.09.2004:
  • Museen stecken in der Klemme

    Heute zeigen sich die Görlitzer Museen wieder von ihrer besten Seite. Ob staatlich, städtisch oder privat: Überall gibt es in der Görlitzer Museumsnacht etwas zu erleben. Doch wenn heute wieder viele hundert Menschen in der Stadt unterwegs sind, könnten sie dabei eines leicht übersehen: Einige Museen in der Stadt haben mit großen Problemen zu kämpfen.
    Städtische Sammlungen
    Für Kulturbürgermeister Ulf Großmann (CDU) sind die Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur abwechselnd ein Anlass zur Freude und zur Sorge. Die neue Ausstellung über das Heilige Grab im Barockhaus demonstriert für ihn eindrucksvoll, wie wertvoll die eigenen Bestände des Hauses sind. Grafiken von Dürer und Cranach gehören zum Bestand. Zu sehen sind solche Schätze aber nur in Sonderausstellungen. Seit die oberen Stockwerke des Kaisertrutzs wegen Baufälligkeit geschlossen sind, hat die Stadt keine dauerhafte Gemäldegalerie mehr. Das Barockhaus in der Neißstraße 30 ist zu klein - und ebenfalls seit mehr als 50 Jahrzehnten nicht mehr modernisiert worden. Pläne gibt es zuhauf. Ein fix und fertiges Museumskonzept liegt seit fast zwei Jahren schriftlich vor. Und für die Neugestaltung des Kaisertrutzes samt des umliegenden Platzes gibt es bereits Architekten-Entwürfe. Doch geld dafür fehlt. "Für die nächsten Jahre gibt es überaus bescheidene Aussichten", sagt Großmann. Und wenn die Görlitzer Museumsmacher einen fehlenden Rückhalt im Stadtrat beklagen, widerspricht der Bürgermeister ausdrücklich nicht. Dabei konnten die Städtischen Sammlungen die Besucherresonanz "enorm steigern", betont Großmann. Um ein Viertel ist die Zahl im vorigen Jahr gestiegen: von 21650 im Jahr 2002 auf 26755 im Jahr 2003. Tendenz weiter steigend. Und 15 Menschen geben die Städtischen Sammlungen Lohn und Brot.
    Spielzeugmuseum
    Rund 5000 Besucher allein im Jahr 2003 stehen im Widerspruch zur mangelnden Anerkennung durch das städtische Kulturamt. Schlimmer noch: "Förderung aus dem Kulturraum wird mit dem Hinweis abgelehnt, wir seien ein viel zu unbedeutendes Haus", ärgert sich Thomas Fiedler, Vorsitzender des Vereins für das Spielzeugmuseum. Für den einzigen Lichtblick sorgte bisher eine Finanzspritze der Görlitzer Altstadtstiftung. Dass das kleine, aber feine Museum in der Nikolaivorstadt fast täglich öffnet, ist allein den 25 Vereinsmitgliedern anzurechnen. Für zusätzliche Öffnungen, Führungen und die museumspädagogik wird seit 2000 immer wieder eine ABM-Stelle gewährt. Thomas Fiedler: "ABM gelten aber maximal ein halbes Jahr. Sie enden, wenn die betroffene Kollegin gerade in die für sie neuen musealen Aufgaben eingearbeitet ist. Da ist man ja schon dankbar, wenn die ABM dann ein halbes Jahr verlängert wird."
    Schlesisches Museum
    Das Schlesische Museum zu Görlitz ist scheinbar fein raus. Mit der Finanzmisere der Stadt hat das haus am Untermarkt nichts zu tun. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Sachsen sind die wichtigsten Träger der Stiftung, die das museum unterhält. So kann sich Direktor Markus Bauer auf ein schönes neues Museum im Schönhof freuen, das in einem Jahr eröffnet wird. Dann ist das wichtigste Ziel erreicht - und doch beginnen genau damit die Probleme. Als ein Museum, das im Aufbau begriffen ist, wurde es bislang finanziell großzügig behandelt, sagt Bauer. Aber damit könnte es bald aus sein. Bauer sieht deutliche Anzeichen dafür, dass sich der Freistaat teilweise aus der bereits zugesicherten Finanzierung zurückziehen könnte. Bauer: "Es drohen empfindliche Einbußen, die mir Sorgen bereiten."
    Naturkundemuseum
    Formal betrachtet geht es dem Naturkundemuseum prächtig: Als Museum des Freistaates spielen kommunale Nöte keine Rolle. Zudem ist das Haus erst vor einem Jahr neu eröffnet worden - modern und üppig ausgestattet. Doch auch hier drohen Fragezeichen: Was bringt der nächste Doppelhaushalt des Freistaats? Empfindliche Einschnitte deuten sich darin an, auch wenn vor der Landtagswahl darüber geschwiegen wird.
    Fotomuseum
    Mit der kleinste Museumsverein ist in Görlitz der für den Aufbau des Fotomuseums. Auch dieser wird von kommunaler Seite "überhaupt nicht ernst genommen", bedauert Wolfgang Blachnik, der 1. Vorsitzende. Dabei gilt Görlitz als ein bedeutender Ort in der Geschichte der Fotografie. Auch der Museumsstandort in einem alten Kamerabetrieb ist geschichtsträchtig. Doch nur mit einer Handvoll Ehrenamtlicher allein ist kein tändiger Besuchsbetrieb abzusichern. Kein Wunder, dass die Besucherzahl des Jahres 2003 noch nicht an eine vierstellige Zahl herankam. Schade, gab es doch schon oft wahre Leckerbissen auf der Löbauer Straße 7. Gestern eingeweiht wurde zum Beispiel das Hinterhaus des Museums mit der exquisiten Schau Robert Lebecks aus Berlin. Kleiner Lichtblick: Für diese vier Wochen tägliche Sonderöffnung (außer Montag) bekam der Verein kurzfristig sechs ABM-Stellen genehmigt.
Sächsische Zeitung vom 20.09.2004:
  • Im Shuttle zur Kuppel

    Der Shuttle-Bus war selten voll, wurde aber zumindest vom Obermarkt zur Grenze gerne genutzt. Ziel: Das Dom Kultury und das Jakob-Böhme-Haus in Zgorzelec.
    Dom Kultury
    25 Interessierte steigen aus und strömen um 20 Uhr in die Ausstellung "Unter der grünen Kuppel". Der Kunsthistoriker Marius Winzeler spricht zur deutschen, polnischen und gemeinsamen Geschichte der hundert Jahre alten "Grünen Kuppel", erklärt Woher, Wohin und Sinn der Bilder. In dem pompösen Gebäude - 1902 erbaut, um die deutschen Kaiser zu rühmen, als Denkmal des Nationalstolzes - wurde in den vergangenen vier Monaten so viel wie möglich von der Sammlung gezeigt, die man ursprünglich sehen konnte, solange das Haus Museum war. "Nanu, wo ist die Zeit hin, ich hab mich gar nicht gelangweilt", sagen Besucher ud gehen erst Ihrer Wege, als Winzeler geendet hat. Denn vier junge Musiker mit Mandolinen und Gitarre spielen im Theatersaal ein bisschen Flamenco aus vergilbten Noten, dies und jenes, ohne jede Inspiration, mit boshaft gelangweilten und bitterernsten Gesichtern. Vom anderen Ende der Halle dringen violettes Licht und polnische Diskomusik, zu der nun Leute scharenweise kommen. Es ist ja schließlich ein Kulturhaus.
    Jakob-Böhme-Haus
    Jemand stößt sich den Kopf, und Jakob Böhme lacht. Am Eingang des Hauses, das der Altseidenberger Schuhmacher von 1599 bis 1610 bewohnte, wird vor der Größe gewarnt. "Alles steht dran", sagt der Museumsleiter Józef Grohala, "na gut, aber nur auf Polnisch." Zwei Leute nur, folgen der Führung am frühen Abend, zu der grohala mit Schlapphut, Leinenhemd und weißer Hose ins Jakob-Böhme-Haus einlädt. Als gegen acht die sorbische Folkloregruppe Sprjewjan aus Bautzen unten auf der Straße spielt, stehen zehn Zuhörer am Neißegeländer. Drei Männer in Trachten, Dudelsäcke aus echtem Ziegenfell unterm Arm, später mit Akkordeon, Gitarre und Kontrabass geben typisches aus der Lausitz zum Besten, sprechen Deutsch die Titelfolge ab, prosten sich auf Sorbisch zu und trinken polnisches Bier.
Sächsische Zeitung vom 20.09.2004:
  • Zeitreisen mit Kutte oder Frack

    Viele hundert Menschen folgten am Sonnabend der Einladung zur Görlitzer Museumsnacht.
    Kaisertrutz
    Im Kaisertrutz erwacht die Sonderausstellung "Besunzane - Milzener - Sorben" zu einer lebendigen Geschichtsaufarbeitung. Dafür ist Thietmar von Merseburg, Chronist um das Jahr 1000, noch einmal ins Leben zurückgekehrt. In seinem Mönchsgewand aus den Fernsehstudios Berlin Adlershof macht er sich auf den Rundweg, um mit seinen zahlreichen Zuhörern über das frühe Mittelalter und eigene Lebenserfahrungen zu reden. Darin hat Harald Polzin Erfahrung. Er ist Schauspieler bei Life Game Company Berlin und bundesweit unterwegs, um im Museum auch Theater zu zelebrieren. Nach dieser Zeitreise bringt sorbischer Folk musikalische Farbe ins Geschehen, wobei auch der Leiter ds sorbischen museums in Bautzen mit Gitarre und Mundharmonika dabei ist.
    Schlesisches Museum
    Breslauer Zeitgeist der Zwanziger Jahre versprüht das Schlesische Museum. Charleston bestimmte damals die Mode und auch den Tanz im Wandel der Zeiten. Zu Zeitzeugen dieser goldenen Vergangenheit schwingen sich auf der Bühne im Gartengelände junge Tänzerinnen des Tanzsportvereins Jasmin auf. Die Museumsmitarbeiter tragen historische Garderobe aus dem Theaterfundus, bei der das Stirnband mit der aufgesteckten Pfauenfeder nicht fehlen darf.
Amtsblatt der kreisfreien Stadt Görlitz ^
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Amtsblatt vom 05.10.2004:
  • Erfolgreiche lange Nacht der Muse(e)n Görlitz-Zgorzelec 2004

    Die dritte "Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz-Zgorzelec 2004" war aus Sicht der veranstalter ein voller Erfolg. Die Zahl der Besucher hat sich auch 2004 erneut erhöht - mehr als 1750 Gäste sorgten für einen Besucherzuwachs von über 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft "Lange nacht der Muse(e)n Görlitz-Zgorzelec" auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Einerseits hat die Veranstaltung mit der Beteiligung der zwei Zgorzelecer Museen Jakob-Böhme-Haus und Dom Kultury, an Attraktivität gewonnen, andererseits konnten durch das Einbeziehen der Zgorzelecer Einrichtungen auch neue Besuchergruppen aus Zgorzelec erschlossen werden. Aber auch Höhepunkte wie die Präsentation einer Sonderausstellung mit Fotos von Robert Lebeck im Fotomuseum oder die Einweihung einer Schauvitrine mit Kinderspielzeug aus dem vorigen Jahrhundert im Spielzeugmuseum trugen zum Gelingen bei. Das Wiederholen einzelner Programmpunkte in den Museen ermöglichte es den Besuchern, bei besonders interessanten Programmpunkten, wie beispielsweise Oberon und Helena oder dem Klezmer-Konzert mit dem "Trio Harry's Freilach", zu verweilen. Als großen Vorteil sahen viele Museumsnachtbesucher den kostenlosen Busshuttle an, der die zgorzelecer mit den Museen auf Görlitzer Stadtseite verband. Dieser wird im nächsten Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit wieder eingesetzt. Als sich dann gegen 2.00 Uhr nachts langsam auch die letzten Museumsnachtbesucher nach Hause trollten, konnte die ARGE auf eine äußerst gut besuchte, friedliche Museumsnacht 2004 zurückblicken.
Wochenkurier ^
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Wochenkurier vom 28.07.2004:
  • Lange Nacht der Muse(e)n

    Mit dem Dom Kultury (Ruhmeshalle) und dem Dom Jakuba Boehme (Jakob Böhme Haus) werden zwei wichtige Museen der Europastadt Görlitz - Zgorzelec ihre Pforten zur Langen Nacht der Muse(e)n öffnen. Beide Häuser können mit der gleichen Eintrittskarte wie die anderen sechs Museen besucht werden. Auf Görlitzer Seite können die Besucher der Museumsnacht die "Goldenen Zwanziger" im Schlesischen Museum erleben. "Die geheimnisse der Nacht" im Staatlichen Museum für Naturkunde erforschen oder auch die Berufsberatung beim Klapperstorch im Storchenmuseum im Naturschutz -Tierpark Görlitz e.V. besuchen. Wer lieber bei zauberhaft, grusligen Rundgängen durch die Nikolaivorstadt dabei sein möchte, sollte sich im Spielzeugmuseum einfinden. Hier werden nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, wenn sie mit den Museumsclowns Fine und Tine Spaß haben, sondern auch die Erwachsenen können hier erstmals auch Spielzeugfunde aus dem Görlitzer Schönhof bestaunen. Karten gibt es ab dem 16. August 2004 in allen teilnehmenden Museen und beim Touristbüro i-vent auf dem Obermarkt 33.
Wochenkurier vom 15.09.2004:
  • Lange Nacht der Muse(e)n

    "Damit wollen wir in einer besonderen Form unsere Rolle als Akteure und Mitgestalter des kulturellen Lebens in Görlitz-Zgorzelec gerecht werden. In abendlicher Samstaglaune erscheinen uns viele Dinge bekanntlich in anderem Licht. Mit einem Kulturangebot, themenbezogenen Veranstaltungen und kulinarischen Genüssen, laden wir zum Entdecken des nächtlichen Lebens in unseren Häusern ein", so die Veranstalter, eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern aller beteiligten Museen. Bis zum Freitag kann man noch den Vorverkauf für die Museumsnacht nutzen und spart dabei. Personen über 14 Jahre zahlen im Vorverkauf 4,50 Euro, Abendkassse 6 Euro. Kinder von 3 bis 13 zahlen 2,50 € (AK 3 €). Die Familienkarte (2 Erwachsene und 2 Kinder bis 14) kostet 11 € (AK 13 €). Die Eintrittskarten für die Museeumsnacht können auch am 19. September zum Besuch der beteiligten Museen zu den regulären Öffnungszeiten genutzt werden. Die Karten gibts im Vorverkauf bei den beteiligten Museen. Die Museumsnacht beginnt um 18 Uhr. Musik, Tanz, Sonderpräsentationen, Vorführungen, Nachtwanderungen, Vorträge, Mitmachaktionen und mehr wurden vorbereitet. Ein Programmheft, erhältlich bei i-vent, Brüderstraße, gibt detaillierte Auskunft, ebenso das Internet.
Niederschlesischer Kurier ^
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Niederschlesischer Kurier vom 17.07.2004:
  • Erstmals auf beiden Neißeseiten

    Die Lange Nacht der Muse(e)n 2004 hat Zuwachs bekommen. Zum erstenmal werden sich am Samstag, 18.September, auch Zgorzelecer Museen an der Veranstaltung beteiligen.. Mit dem Dom Kultury (Ruhmeshalle) und dem Dom Jakuba Boehme (Jakob Böhme Haus) werden zwei wichtige Museen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec ihre Pforten zur Langen Nacht der Muse(e)n öffnen. Beide Häuser können mit der gleichen Eintrittskarte wie die anderen sechs Museen besucht werden. Karten gibt es ab Montag, 16. August, in allen teilnehmenden Museen und beim Touristbüro i-vent auf dem Obermarkt 33. Auf Görlitzer Seite können die Besucher der Museumsnacht die "Goldenen Zwanziger" im Schlesischen Museum erleben, "Die Geheimnisse der Nacht" im Staatlichen Museum für Naturkunde erforschen oder auch die Berufsberatung beim Klapperstorch im Storchenmuseum im Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. besuchen. Im Fotomuseum können die Besucher die Geheimnisse der Silberfilmtechnik beleuchten oder sie schauen im Kaisertrutz bei den Besunzanen, Milzenern und Sorben vorbei, die hier sorbische Folklore bieten. Wer lieber bei zauberhaft, grusligen Rundgängen durch die Nikolaivorstadt dabei sein möchte, sollte sich im Spielzeugmuseum einfinden. Hier werden nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, wenn sie mit den Museumsclowns Fine und Tine Spaß haben. In allen teilnehmenden Museen ist für das leibliche Wohl während der Museumsnacht gesorgt. Für sämtliche Besucher der Museumsnacht gibt es sogar noch eine Zugabe am Sonnatg, 19. September. Mit den Eintrittskarten der Museumsnacht können alle teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals besucht werden.
Niederschlesischer Kurier vom 24.07.2004:
  • Lange Museumsnacht überquert die Neißen

    Eine erfreuliche Premiere feiert in diesem jahr die Lange Nacht der Muse(e)n: Erstmals beteiligen sich auch Einrichtungen in der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec an der Veranstaltung. So öffnet am Sonnabend, 18. September, unter anderem das Jakob Böhme Haus seine Pforten. Für Besucher aus dem deutschen Teil der Neißestadt ist das knallrot gefärbte Gebäude direkt am Flussufer nicht zu verfehlen. Viele Jahre lang war das Handwerkerhaus Wohnsitz und Arbeitsstätte des Mystikers und Theospohen Jakob Böhme. Das heutige Erscheinungsbild ist gekennzeichnet von Um- und Wiederaufbaumaßnahmen, die in der Zeit nach dem großen Stadtbrand von 1726 und während des 19. Jahrhunderts vorgenommen wurden. An der Fassade befindet sich ein Flachrelief von 1924, das hier zum 300. Todestag Böhmes angebracht wurde. Jakob Böhme (geboren 1575 in Alt-Seidenberg, gestorben 1624 in Görlitz) gilt als einer der bedeutendsten Naturphilosophen und Mystiker des 16. und 17. Jahrhunderts. Als Lutheraner und Schuhmacher lebte er nach seinen Wanderjahren ab 1599 in Görlitz. Böhme erfuhr mindestens dreimal mystische Erfahrungen. Er schwieg lange Zeit darüber. 1612 schrieb Jakob Böhme ohne akademische Vorkenntnisse "Aurora". Es war eine schwierige Arbeit für einen einfachen Schuhmacher, eine derart tiefsinnige Schrift zu vefassen. Böhme hatte nicht die Absicht, seine Schrift zu veröffentlichen. Nur seinen Freunden gab er sie zu lesen. Durch Kopieren fand sie jedoch eine weite Verbreitung. Der damalige Pfarrer von Görlitz, Gregor Richter, erachtete das Werk als unchristlich und stachelte das Volk gegen Böhme auf. Nachdem dieser lang geschwiegen hatte, fing er 1618 erneut und mit der Selbstsicherheit einer christlichen Berufung zu schreiben an. 1623 verfasste Böhme das Buch "Weg zu Christo", mit dem er einen Skandal auslöste. Er floh zunächst nach Dresden, kehrte aber nach Görlitz zurück und blieb hier bis zu seinem Lebensende am 17. November 1624. Ab 1998 wurde Böhmes Wohnhaus an der Daszynskiego-Straße 12 unter Förderung durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit saniert. Es ist heute Sitz der polnischen Vereinigung "Euroopera" und beherbergt eine Dauerausstellung zu Leben und Werk des berühmten Görlitzer Philosophen. Nur drei Häuser weiter (Nummer 15) will "Euroopera" ein Lusitzer Museum einrichten. Hier kann derzeit die Installation "Zum Leben erwachter Raum" der Künstlerin Anna Pasikowska bewundert werden. Außerdem lädt bereits die Sonderausstellung "Dinge erzählen - Wanderungen auf den Spuren der Oberlausitzer Kultur" zum Betrachten ein. In der langen Museumsnacht führt Jakob Böhme ab 18.00 Uhr stündlich Gäste durch sein Haus. Die Erklärungen werden in deutscher und polnischer Sprache gegeben. Ab 19.00 Uhr gibt es ein Konzert der Folklore-Gruppe Sprjewjan aus Bautzen mit sorbischer Musik. Ab 21.00 Uhr spielt Piotr Fiedorowicz auf einem galizischen (spanischen) Dudelsack.
Niederschlesischer Kurier vom 31.07.2004:
  • Schlesisches Museum mit Musik, Tanz und Gaumenfreuden

    Mit dabei bei der "Langen Nacht der Muse(e)n" ist in diesem Jahr das Schlesische Museum. Vor dem Umzug in den Schönhof zeigt die Einrichtung die Sonderausstellung "Werkstätten der Moderne. Lehrer und Schüler der Breslauer Akademie 1903-1932". Das zugehörige Programm in der Museumsnacht trägt passend dazu den Titel "Goldene Zwanziger im Goldenen Baum". Für all jene Besucher, die an diesem Abend auch äußerlich in die 20er jahre eintauchen wollen, öffnet in der Eingangshalle ein Bastel- und Schminkstudio. Eine professionelle Fotografin sorgt dafür, dass die Kreationen unvergesslich bleiben. Vorbei an einer kleinen Ausstellung über Kopfbedeckungen der "Goldenen Zwanziger" geht es in den Museumshof, in dem allerhand geboten wird. Mit Charme, Esprit und einer gehörigen Portion Ironie präsentiert das Duo "Björn Bewerich & Björn Sobota" sein Programm, das sowohl alte Gassenhauer als auch weniger bekannte Lieder der 20er jahre beinhaltet - natürlich stilecht mit Frack und Piano. Dazwischen begeistern Tanzeinlagen des Showballetts des TSC Jasmin Görlitz unter der leitung von Johanna Krebs. Die Bühne bebt, wenn acht charmante junge Damen beim Charleston das Tanzbein schwingen. Die lustige Kellnertruppe des Fördervereins Historienspiele Görlitz und Axel Krüger verwöhnen die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten, soweit dies die Lachmuskeln erlauben. Weitere Gaumenfreuden kann man im Gewölbecafé entdecken. Als Sahnehäubchen gibts eine Prise Breslauer Kaffeehausliteratur: Uwe von Seltmann lädt zu zwei Lesungen ein. Wer noch mehr vom Geist dieser Zeit in Breslau erleben möchte, der ist bei Tobias Weger willkommen, der am Abend eine architektonische Dia-Exkursion in die schlesische Metropole der 20er Jahre startet. Den Höhepunkt des späteren Abends bildet "Das Kabinett des Doktor Cagliari" - ein Stummfilmklassiker von Robert Wiene. Im Schönhof, der künftigen heimstatt des Schlesischen Museums, wird indes noch fleißig gearbeitet. Am 2. Oktober 2005 will man dort das zentrale Museum für Schlesien auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland eröffnen. Von Malerei und Plastik über Goldschmiedearbeiten, Glas und Keramik, bis hin zu Werkzeugen und Gegenständen des täglichen Lebens soll die Palette reichen, mit der auf 2.000 Quadratmetern die schlesische Kulturlandschaft vorgestellt wird.
Niederschlesischer Kurier vom 07.08.2004:
  • Die fotografische Industrie in Görlitz

    Einen Einblick in die Geschichte der fotografischen Industrie in Görlitz bietet das Fotomuseum der Neißestadt in der Löbauer Straße 7. Am Samstag, 18. September beteiligt sich die Einrichtung an der "Langen Nacht der Muse(e)n". Unter dem Titel "Neue Rückblicke" werden Erkenntnisse aus der 110-jährigen Geschichte dieses Industriezweigs gezeigt, der Görlitz jahrzehntelang als Zentrum fotografischer Wertarbeit bekannt gemacht hat. Darüber hinaus erläutern die Mitglieder des Vereins den geschichtlichen Hintergrund der "Camera Obscura" und zeigen, wie die Fotoherstellung auf Grundlage der Silberfilmtechnik funktionierte. Unbestrittenes Highlight des Fotomuseums in der "Langen Nacht der Muse(e)n" ist zweifellos die Eröffnung einer Sonderausstellung über das Leben und Wirken des bekannten Fotografen Robert Lebeck, der mit seinen Aufnahmen jahrelang das gesicht des "Stern" prägte. Anlass der bis zum 17. Oktober geöffneten Schau ist der 75. Geburtstag des gebürtigen Berliners. Zum ersten Mal kann man auch seine Farbfotografien in Augenschein nehmen. "...jeder behauptet, die gute alte Zeit der Schwarzweißfotografie sei vorbei. Die mit mir in Verbindung gebrachten Motive sind alle schwarzweiß. Das ist aber nur eine Seite von mir. Deshalb mein Ehrgeiz zu zeigen, dass ich seit 40 Jahren Reportagen auch in Farbe mache", äußert sich Robert Lebeck zum Anliegen der Ausstellung. Entstanden auf seinen zahlreichen Reisen durch die Kontinente sind die mit subtilem Humor aufgenommenen Fotos in assoziativer Weise paarweise einander gegenüber gestellt. Westlichen Konsum und eitlen schönheitswahn kontrastiert er mit der Armut der Menschen anderer Kontinente, Bilder ungebrochener Lebensfreude mit den Sterbehäusern in China und Indien, Gesten religiöser Hingabe mit der bedrohlichen Präsenz von politischer Propaganda und militärischen Machtapparaten, die Erhabenheit unberührter Natur mit dem Ausbruch von Gewalt in unseren metropolen, die Mächtigen der Politik und die Verwöhnten der High Society mit den Repräsentanten der Kultur. Robert Lebecks Themen vermitteln Einblicke in fremde Kulturen und sind zugleich deren Spiegelbilder. Der Betrachter ist oft überrascht, schmunzelt, bekommt aber auch Einblicke in Unvorhergesehenes. Das Interesse zur Fotografie regte sich bei Robert Lebeck schon in jungen Jahren. Zu seinem 23. Geburtstag bekam er eine Retina 1A Kamera geschenkt. Er las die Gebrauchsanweisung, die seine einzige fotografische "Ausbildung" war und machte sich auf die Suche nach Motiven. Bereits zehn Jahre später zählte er zur Elite des internationalen Fotojournalismus. 1991 erhielt er den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photografie.
Niederschlesischer Kurier vom 14.08.2004:
  • Geheimnisse der Nacht im Naturkundemuseum

    Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, doch zuvor gibt es im Naturkundemuseum ein großes Finale. Zur Museumsnacht am Samstag, 18. September, lädt das Haus am marienplatz zu einer ganz besonderen Sommernacht ein. Und weil dieser gebührend verabschiedet werden soll, gibt es rund um die beliebte Jahreszeit Verblüffendes und Geheimnisvolles zu erforschen. Seit der Wiedereröffnung im November 2003 hat das Naturkundemuseum schon über 32.000 Besucher begrüßen können. Vom Keller bis zur zweiten Etage bieten sich neue Ausstellungen über die Oberlausitz und tropische Lebensräume. Zur Museumsnacht zeigt sich das größte Naturkundemuseum der Lausitz aber in einem anderen Licht: Mit der Taschenlampe können sich die Besucher auf Exkursion durch die Tier- und Pflanzenwelt begeben. Im Museum und in der Bibliothek (direkt neben dem Ausstellungsgebäude) stehen die "Geheimnisse der (Sommer) Nacht" im Mittelpunkt. "Die Affen rasen durch den Wald..." - in einer Version der Jugentheatergruppe des Theaters Görlitz unter der Regie von Thorsten Teubl wird der Regenwald zur Kulisse für den "Sommernachtstraum" von Shakespeare. Zu verschiedenen Zeiten an unterschiedlichen Orten - im gesamten Naturkundemuseum trifft man auf wunderliche Gestalten, bevor um Mitternacht der Traum seinen Höhepunkt findet. Im "Nachtlager" können kleine und große Forscher das Leben "unter unseren Füßen" entdecken. Ob mikroskopieren, experimentieren oder basteln - das Forschungscamp bietet für jede Altersgruppe etwas zum Mitmachen. Ergänzt wird das nächtliche Spektakel durch "Nacht- und Nebelaktion" im Regenwald. Wenn aus Licht Farben entstehen - Experimente zur Farbenvielfalt der Natur sind hier zu bestaunen. Im Vivarium wird "Nachtarbeitern" über die Schulter geschaut. Hier bietet sich Krabbelndes und Kriechendes im anderen Licht ... Skorpione zeigen, welche Leuchtkraft unter ihrer Haut steckt und nachtaktive Tiere sind hautnah zu erleben. Die Bibliothek ermöglicht während der Museumsnacht ganz besondere Blicke auf Schätze. Mit "Nachtführungen" werden in den Etagen historische Karten und Bücher ans Licht geholt, die sich sonst im Verborgenen befinden. Dr. Engelmann begleitet das Programm mit spannenden Vorlesungen und Lichtbildern rund um das Thema "Nachtaufnahmen". Eine kleine Ausstellung widmet sich im Leseraum den "Nachtgeist(ern)" und betrachtet Geheimnisse der Dunkelheit im Licht. Während der gesamten Museumsnacht gibt es kulinarische Sommernachtsgenüsse der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Görlitz e.V..
Niederschlesischer Kurier vom 21.08.2004:
  • Zauberhaftes zwischen Spielzeug und Gruseln

    Hereinspaziert, hereinspaziert, liebe Kinder! Natürlich stehen im Spielzeugmuseum Görlitz auch zur Museumsnacht am Samstag, 18. September, die kleinen Besucher im Vordergrund. Zauber-Peter, die Clowns Fine und Tine empfangen um 18.00 Uhrt die Kids im Museum auf der Rothenburger Straße. Zauber-peter kennen sicherlich viele Görlitzer. Seine bunten wie originellen Figuren aus Luftballons begeisterten bei vielen Kinderfesten. Fine und Tine dagegen wollen die Kinder lustig schminken und haben sich viele Spiele ausgedacht. Da wird die Zeit nicht lang, dnn bereits eine Stunde später fällt der Startschuss für den Lampionumzug durch die Nikolaivorstadt. Für die größeren Kinder dagegen beginnt um 19.30 Uhr die Taschenlampen-Exkursion in das Reich der Miniaturen. Da ist es Museum zappenduster, wenn Christine Eisenhammer mit der Besucherschar durch die Gewölbe wandelt. Im Schein der Taschenlampen erzählt sie viele lustige Geschichten und vielleicht auch mal eine gruselige. Ab 19.00 Uhr kommt übrigens auch Leben in die original eingerichtete Spielzeugmacherstube. Hier kann man bis 21.00 Uhr dem Schnitzer Karl-Heinz Krauß über die Schulter und auf die Finger sehen. Unter seinen geschickten Fingern entstehen aus Lindenholz Görlitzer Figuren, wie Jakob Böhme oder der Altstadttrommler, die man übrigens auch kaufen kann. Spannend wird es dann um 20.00 Uhr. Görlitzer Denkmalforscher fanden vor einigen Jahren im Schönhof Spielzeug, das vermutlich in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges oder kurz nach 1945 hergestellt wurde. Diese relativ einfachen Spielzeuge aus Holz und Pappe stellten sie dem Spielzeugmuseum zur Verfügung. Gesäubert und restauriert, finden die Sachen nun in einer Wandvitrine ihren Ehrenplatz. Zu den Funden und zur Geschichte geben die Denkmalforscher an diesem Abend Auskunft. Während Karl-Heinz Krauß noch kräftig schnitzt, bereitet sich Reinhard Thomas aus Göda auf seinen Auftritt vor. Der "Hofmagier", der sonst im Dresdner "Sophienkeller" die Gäste verzaubert, verblüfft im Museumshof mit mittelalterlichen Zaubereien und unwahrscheinlichen Tricks. Da die Plätze im Hof begrenzt sind, sichert rechtzeitiges Kommen den besten Zaubergenuss. Aber keine Angst. Der "Hofmagier" ist um 21.00 und 22.00 uhr zu erleben. Ab 23.00 Uhr finden sich dann weitere mittelalterliche Gesellen im Hofe ein. Barbarossa & friends, Abenteurer und Feuerschlucker Kilian, Löffelschnitzer Karl Heinrich und die Fackelsteiner geben ein kurzes musikalisches Intermezzo, ehe sie eine halbe Stunde vor Mitternacht mit der gesamten Besucherschar zu einer gar "erschröcklichen" Führung durch die Nikolaivorstadt aufbrechen. "Gar Gruseliges vom Galgenberge" war bereits im vergangenen Jahr ein Riesenerfolg. Mittlerweile haben sich die Mittelaltergesellen um Organisator und Chef-Trommler Detlef Haussmann etwas Neues einfallen lassen. Und wenn Feuerschlucker Kilian mit von der Partie ist, kann man sicher sein, dass es auch feurig zugeht um Mitternacht, wenn in der Nikolaivorstadt alle Katzen grau sind, die Fledermuse lautlos auf die Jagd gehen und finstere Gesellen in mancher Ecke lauern.
Niederschlesischer Kurier vom 28.08.2004:
  • Reiseabenteuer im Kaisertrutz

    Zur Langen Nacht der Muse(e)n am Samstag, 18. September, lädt das Kulturhistorische Museum die Besucher zu vielfältigen Reise-Abenteuern in den Kaisertrutz und in's Barockhaus Neißstraße 30 ein. Schauspieler Harald Polzin nimmt in seinem Ausstellungstheater die Besucher des Kaisertrutzes mit auf die Zeitreise, wenn er als Thietmar von Merseburg durch die Sonderausstellung "Besunzane - Milzener - Sorben" führt. Thietmar von Merseburg war um die erste Jahrtausendwende Bischof von Merseburg und Chronist des Ottonischen Kaiserreiches. Mit ihm kann man also eintauchen in die Geschichte der Oberlausitz vor 1.000 Jahren ein. Die Folk-Gruppe "Sprjewjan" spannt von 20.30 bis 22.00 Uhr den musikalischen Bogen von der Geschichte der Sorben bis zur Gegenwart. Die Lieder in den Programmen von "Sprjewjan" - teils authentische traditionelle Musik, die durch eigene Kompositionen ergänzt wird - erzählen variantenreich und mit vielfältigen musikalischen Ausdrucksmitteln von Lebensfreude und Trauer, Liebe und Schmerz. Im Barockhaus berichtet Agnete Fingerin alias Simone Labus in der Ausstellung "Lausitzer Jerusalem" über ihre Reise ins gelobte Land vor 500 Jahren. In die unterschiedlichsten Welten entführen die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften in szenischen Vorstellungen der Bibliothek sowie mit reicher Lektüre zum Stöbern und Erwerben aus den Beständen des Ostritzer Antiquariats auf der Loggia des Barockhauses. Von 19.00 bis 21.00 uhr können alle jungen Museumsnacht-Besucher in der Museumswerkstatt Pilgerzeichen und Andenken an ihren Pilgerzug durch die Museen herstellen. Ab 19.30 Uhr entführen jugendliche Akteure in die Welt des Gospels und Pop. Für den Jugendchor des Kirchenkreises Görlitz unter der Leitung von Britta Martini heißt es dann: "Hey listen, nu hör ma zu!" Mit Klezmer-Klängen spielt "Harrys Freilach" ab 22.00 Uhr im Museumshof jiddische Musik zum Tanzen, Zuhören, Träumen - Musik, die Nuancen und Facetten des Lebens ausdrückt. Harry Timmermann, virtuoser Klezmer-Klarinettist, Sophie Timmermann (Gesang und Gitarre) sowie Alexander Danko, (Bayan) bringen die alten Gemäuer zum Klingen und Schwingen. Zum Programm gehören traditionelle Freilachs, Horas, Nigunim und chassidische Tänze, neuere Kompositionen im Klezmer-Stil, Tangos, jiddische und sefardische Lieder. Für die polnischen Besucher der Museumsnacht gibt es neben den für alle Nationalitäten geeigneten musikalischen und kulinarischen Leckerbissen um 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr polnisch-sprachige Führungen durch das Barockhaus Neißstraße 30.
Niederschlesischer Kurier vom 04.09.2004:
  • Karnevalistisches im Storchenmuseum

    Eine lange Nacht im Tierpark und der kulturhistorischen Ausstellung "Klapperstorch mein Guter" dürfte in der "Langen Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec" etwas Besonderes sein, werden doch die Tiere einmal aus dem Blickwinkel verschiedenster bekannter Leute vorgestellt. Am 18. September, kommen Tucholsky, Kästner, Morgenstern, Ustinov, Willemsen und natürlich Storchentante Liesbeth Burger zu Wort. Damit verspricht der Abend laut und leise, humorvoll und ernst, lustig und traurig zu werden. "Hochverehrtes Publikum, Damen und Herren, ungelogen: Schön habt ihr euch angezogen." Nach Roger Willemsens "Karneval der Tiere" nützt das aber nichts. "Vergeblich! Aus! Und ganz egal, als Zoo seid Ihr viel zu banal, und kraucht Ihr gar auf allen vieren, der Karneval gehört den Tieren!" ... zumindest zur diesjährigen Museumsnacht im Naturschutz-Tierpark Görlitz.
    18.00 bis 20.00 Uhr, "Karnevalistische Führung" durch den Naturschutz-Tierpark Görlitz. Um 18.00 Uhr begibt sich die Besucherschar auf den Weg zu den Tieren und wird in den Bann der zoologischen Fantasie von Roger Willemsen im "Karneval der Tiere" gezogen. 20.30 bis 21.15 Uhr, "Klapperstorch-Erotisches", der 2. Teil, Erstaufführung vor dem Restaurant "Zum gebratenen Storch". Wenn der Klapperstorch kommt, hört die Erotik auf? Laut Kurt Tucholsky wird... "nach einem Happy end im Film jewöhnlich abjeblendt." Storchentante Liesbeth Burger hat so manches Familienschicksal erlebt, welches die Zeilen von Tucholsky nur bestätigt: "Ist es denn möglich, Liesbeth, wenn man sich nur ein einzigmal vergessen hat ..." Was so alles möglich ist, wird während der Lesung mit einem Augenzwinkern und spöttischem Blick dramatisch ausgemalt. 19.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Sonderausstellung "Ostereierbringer - Kinderbringer - arbeitslos", die berufliche Karriere des Klapperstorches in der Kulturhistorischen Ausstellung "Klapperstorch mein Guter". Hier können die Besucher das "berufliche Leben" des Storches einmal genauer unter die Lupe nehmen. Seine Karriere ist beachtlich. Als Herrscher fing er an. Das geht sogar bis heute gut. Noch herrscht er über Frösche. Er versucht sich als Tierarzt und Orakeltier, als Glücksbringer und Gewittervogel. Als Frühlingsbote wurde er bis heute nicht in Rente geschickt, als Kinderbringer hat er abgedankt. Nur die Werbefirmen haben davon wahrscheinlich noch nichts gehört. Sie entwerfen Glückwunschkarten für Geburten und Werbeslogans für Babyausstatter immer noch mit dem Klapperstorch.
Niederschlesischer Kurier vom 11.09.2004:
  • Von der Gedenkhalle zum Kulturhaus

    Als einer der neuen polnischen Partner für die Lange Nacht der Muse(e)n konnte das Dom Kultury in Zgorzelec gewonnen werden. Es befindet sich in einem monumentalen Gebäude, das eng mit der Geschichte der Neißestadt verbunden ist. 1902 als Oberlausitzer Gedenkhalle in der Görlitzer Oststadt vollendet, am 1. Juni 1904 mit dem Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet, während des zweiten Weltkrieges als Museum geschlossen und seit 1948 als Dom Kultury (Kulturhaus) von Zgorzelec genutzt. Im Jahre 1950 wurde hier der Vertrag über die Oder-Neiße-Grenze zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen unterzeichnet. Die wechselvolle Geschichte des Gebäudes und der Museumssammlungen, die Umnutzung des Objekts nach 1945 und die Aktivitäten des Kulturhauses seit 1948 sind das Thema einer großen Sonderausstellung in den alten Museumsräumen; ein deutsch-polnisches Projekt unter der Zusammenarbeit des Dom Kultury in Zgorzelec, der Städtischen Sammlungen für Kultur und Geschichte in Görlitz, des Schlesischen Museums zu Görlitz und des Büros Kulturhauptstadt 2010. Speziell am Abend des 18. Septembers wird für die Besucher des Dom Kultury eine kostenlose Buslinie eingerichtet, die regelmäßig und schnell den Untermarkt mit dem Kulturhaus und dem Jakob-Böhme-Haus verbindet.
Niederschlesischer Kurier vom 18.09.2004:
  • Mit einem Ticket doppelt Freude 

    Die Plakate sind aufgehangen und alle Programmhefte sind verteilt. Die Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec kann beginnen. Die Organisatoren hoffen jedenfalls auf viele Besucher und ein rauschendes Fest. Da die Altstadtbrücke zur Museumsnacht nun doch nicht geöffnet wird, haben die Organisatoren ein Busshuttle eingerichtet. 18.10 Uhr fährt der erste Bus ab Heroldbrunnen am Obermarkt/Ecke Brüderstraße. Er fährt bis zum Meridianstein neben der Stadthalle. Dann müssen die Besucher kurz zu Fuß über die Stadtbr+cke (ist zurzeit wegen Bauarbeiten für den Fahrzeugverkehr gesperrt). Diese Route wird alle 30 Minuten ab Obermarkt gefahren. Letzte Abfahrt 0.40 Uhr. Direkt am Grenzübergang in Zgorzelec wartet dann der zweite Bus, der die Gäste von dort erst zum Dom Kultury, dann zum Böhme-Haus fährt. Diese Schleife wird, angepasst an die Zeiten des Busses auf deutscher Seite, ständig bedient. Für Besucher, die von Zgorzelec nach Görlitz wollen, fährt dementsprechend der erste Bus ab Meridianstein zum Obermarkt um 18.25 Uhr, ab da dann auch im 30 Minuten-Takt. Im Schlesische Museum wurden in den vergangenen Tagen schon die ersten Jugendstil Caféhäuser eingerichtet und nochmals alle Ausstellungsstücke der Breslauer Akademie auf Hochglanz poliert, während im Fotomuseum die schönsten Bilder der einmaligen Fotoausstellung von Robert Lebeck ins rechte Licht gesetzt wurden. Auch die Arbeitsberatung beim Klapperstorch sammelt noch alle offenen Stellenangebote der Region, um sie am 18. September, um 19.00 Uhr an den Mann bzw. Frau zu bringen. Und für die Besucher der Museumsnacht gibt es sogar noch eine Zugabe: Am 19. September können Sie mit den Eintrittskarten der Museumsnacht am Sonntag alle teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals besuchen.