Presse
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Die Presse zur
Veranstaltung 2009
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"Görlitz
stellt die Weichen und baut" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
12.09.2009
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"Service" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
12.09.2009
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"Görlitzer
Stadtleben" - Sächsische Zeitung, Görlitz, 11.09.2009
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"Service" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
11.09.2009
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Niederschlesischer
Kurier, 12.09.2009 - 2
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Niederschlesischer
Kurier, 12.09.2009 - 1
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www.wochenkurier.info/Redaktion/,
08.09.2009
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www.wochenkurier.info/events/,
08.09.2009
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Wieder
"Lange Nacht der Muse(e)n, WOCHENKURIER Görlitz,
09.09.2009
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"Stabile
Eintrittspreise bei Museumsnacht" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
09.09.2009
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"Tagestipp" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
09.09.2009
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"Lange
Nacht der Muse(e)n Görlitz - Zgorzelec ", Amtsblatt,
08.09.2009
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"Wochenschau" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
07.09.2009
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"Tagestipp" - Sächsische Zeitung, Görlitz,
02.09.2009
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"Lange
Nacht der Museen..." - Sächsische Zeitung, Görlitz,
28.08.2009
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"Museumsnacht mit
viel Überraschendem" - Kultursommer in Görlitz 2009
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Die Presse zur Veranstaltung 2008
Die Presse zur Veranstaltung 2007
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Die Presse zur Veranstaltung 2006
Die Presse zur Veranstaltung 2005
- "Lange Nacht der Museen
auch im nächsten Jahr", Sächsische Zeitung, 23.09.2005
- "Rock, Barock
und alte Sagen", Sächsische Zeitung, 19.09.2005
- "Normalität",
Sächsische Zeitung, 19.09.2005
- "Museumsnacht
zeigt kulturelle Vielfalt" (Teil 1), Niederschlesischer
Kurier, 17.09.2005
- "Museumsnacht
zeigt kulturelle Vielfalt" (Teil 2), Niederschlesischer
Kurier, 17.09.2005
- "Auf zur langen
Nacht der Muse(e)n!", Wochenkurier, 14.09.2005
- "Fotofreunde zeigen
Irak und Gaza", Sächsische Zeitung, 14.09.2005
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"Lange Nacht der
Muse(e)n am 17. September", Amtsblatt der kreisfreien
Stadt Görlitz, 13.09.2005
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| Die Presse zur Veranstaltung 2004
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| Sächsische Zeitung |
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Sächsische Zeitung vom 16.08.2004:
- Grenzübergreifende "Nacht der Museen" an der Neiße
Eine grenzübergreifende "Nacht der Museen" findet am 18. September in Görlitz und in Zgorzelec in Polen statt. Görlitz
öffnet an diesem Tag bereits zum dritten Mal seine Museen nachts für Besucher. Zgorzelec am anderen Ufer der Neiße ist
erstmals dabei. Das teilt die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen in Dresden mit. Auf Görlitzer Seite haben etwa
das Schlesische Museum und das Staatliche Museum für Naturkunde länger geöffnet als üblich. In Zgorzelec kann zum
Beispiel die Ruhmeshalle (Dom Kultury) besichtigt werden. Der Vorverkauf beginnt heute, teilt das Touristbüro i-vent
auf dem Görlitzer Obermarkt mit. Karten gibt es dort und in allen teilnehmenden Museen. Das Ticket gelte für zwei Tage.
Die Inhaber könnten so die Museen noch einmal am 19. September zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.
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Sächsische Zeitung vom
14.09.2004:
- Görlitzer Spielzeug wird der Öffentlichkeit vorgestellt
Mit Pinsel und Bürste reinigt Christine Eisenhammer Schätze, die für Kinderhand bestimmt waren. Ehrenamtliche
Denkmalpfleger fanden die einfachen Spielzeuge vor Jahren auf dem Dachboden des Schönhofes. Vermutlich entstanden
sie in den ersten Nachkriegsjahren und waren zum Verkauf bestimmt. Am Sonnabend zur Museumsnacht können sie ab
20.00 Uhr im Spielzeugmuseum Görlitz besichtigt werden. Da kann man auch mit den "findigen" Denkmalpflegern ins
Gespräch kommen. Ebenfalls Spannendes, Neues oder einfach mal Anderes wird bei der langen Nacht der Muse(e)n im
Schlesischen Museum, dem Fotomuseum, dem Naturkundemuseum, in den Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur
(Kaisertrutz, Barockhaus, Reichenbacher Turm), im Naturschutz-Tierpark Görlitz sowie auf polnischer Seite im
Jakob-Böhme-Haus und im Dom Kultury zu erleben sein.
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Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
- Nix mit Schlaf für Paul
Paul hat sich verkrochen. Ganz grün hockt er zwischen großen Blättern auf seiner 70 Zentimeter hohen "Zimmerpflanze".
Der Schwanz ist eingerollt. Schlafenszeit - für Chamäleon Paul jedenfalls. Seine hausgenossen im Vivarium vom
Naturkundemuseum Görlitz sehen das allerdings ganz anders. Wenn die großen Neonlampen endlich ausgehen, die grellen
Lichter in den Terrarien nur spärlich leuchten, dann schlägt ihre Stunde. Kurz nach sieben und Python Monti bewegt
schon mal probeweise den Kopf, rechts, links, rechts links - klappt noch. "Nachher geht er schwimmen", verrät die
Museumsbiologin Susanne Keffel. "Macht sich auf die Jagd". Paul ist das ziemlich egal, ab 18 Uhr ist Nachtruhe
angesagt. Mit der dürfte es am Sonnabend allerdings nichts werden. Dann huschen nämlich hunderte Besucher im Schein
der Taschenlampen durch die Museumsgänge und Säle. Die Görlitzer Museumsnacht öffnet zum dritten Mal zwölf
Museums-Türen, in diesem Jahr sogar in Zgorzelec, mit dem dortigen Jakob-Böhme-Haus und Dom Kultury. Auch wenn der
Weg über die Altstadtbrücke wegen Bauarbeiten (noch) verwehrt bleibt: Es wird eine lebendige Nacht, eine, in der
nicht um sechs alle Türen dicht machen und es ganz still wird. Ob das Paul nun passt oder nicht. Den nachtaktiven
Reptilien, Insekten und Fischen im Naturkundemuseum wird's wohl recht sein. Schließlich können die Besucher bei Tag
ihre volle Schönheit doch gar nicht bewundern. Und so trippeln die Zwergmäuse schon mal aufgeregt an der Glasscheibe
entlang. Die Baumhöhlenlaubfrösche beginnend schnorchelnd ihr Nachtkonzert. "Wer leise ist, kann das am Sonnabend
auch hören", sagt Susanne Keffel. Im Lagerraum tippt sie ein grünes Blatt mit dem Finger an. Das kriegt plötzlich
Beine, rote große Knopfaugen, macht einen Riesensatz und klebt mit gespreizten Zehen am Glas. "Rotaugenlaubfrösche.
Die zeigen wir in der Museumsnacht zum ersten Mal." Den unscheinbaren, aber ziemlich gefährlichen Skorpion mit
seinen acht Beinen auch. Gelblich-grün schimmert er im UV-Licht. Eine unruhige Nacht wird es auch für die Zwei- und
Vierbeiner im Naturschutz-Tierpark von Görlitz. Mit Camille Saint-Saens Musik vom "Karneval der Tiere" und Roger
Willemsens tierischen Sprüchen geht es in Ställe und Gehege. Alles im Zeichen des Klapperstorchs, denn der hat in
Zeiten moderner Medizin als Kinderbringer ausgedient und sucht einen neuen Job. Den will der Tiergarten mit den
Besuchern nächstens finden. "Na klar, es ist zusätzliche Arbeit. Aber es ist schön macht Spaß und ist auch für uns
mal etwas besonders", sagt Zoo-Pädagogin Katrin Matthieu. Spaß, den wird Clown Tine haben. Dafür wird sie schon
sorgen. Im Spielzeugmuseum in der Nikolaivorstadt hat sie aber auch alle Hände voll zu tun mit ihren beiden
Nachwuchsclowns Robert und Katja. Zum Glück hat sie gleich einen ganzen Verein hinter sich, der fleißig Würste brät,
Holzfiguren schnitzt und die kleinen und großen Gäste nur mit der Taschenlampe durchs Haus schleichen lässt. "Wir
waren die ersten, die so eine Nacht veranstaltet haben", sagt Vize-Vereinsvorsitzende Dagmar Hausmann. "Es ist
anstrengend, aber wenn du hinterher siehst, wie ich die leute freuen, machst du das einfach gern."
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Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
- Geschichte mit und ohne Gruseleffekt
Die Arbeitsgemeinschaft "Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec 2004" hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt
hoffen die Organisatoren, dass viele Besucher kommen und auch in diesem Jahr ein rauschendes Fest feiern werden.
Im Schlesischen Museum werden schon die ersten Jugendstil Caféhäuser eingerichtet und nochmals alle Austellungsstücke
der Breslauer Akademie auf Hochglanz poliert, während im Fotomuseum die schönsten Bilder der einmaligen Fotoausstellung
von Robert Lebeck ins rechte Licht gesetzt werden. Auch die Arbeitsberatung beim Klapperstorch sammelt noch alle
offenen Stellenangebote der Region, um sie am Abend des 18. September an den Mann oder die Frau zu bringen.
Wer den berühmtesten Görlitzer Jakob Böhme, treffen möchte, kann ihn ab 18 uhr in seinem Wohnhaus auf der ul.
Daszynskiego 12 besuchen. Wert lieber mit Oberon und Helena durchs Naturkundemuseum schreiten will, sollte unbedingt
eine Taschenlampe mitbringen, um die Geheimnisse der Nacht sehen zu können, die ihm entlang des Weges erscheinen.
Historisch geht es diesmal im Spielzeugmuseum zu, in dem die mittelalterlichen Spielzeugfunde aus dem Görlitzer
Schönhof erstmals präsentiert werden. Die Museumsclowns Tine und Fine sorgen dabei für den nötigen Rahmen. Wer noch
tiefer in die Görlitzer Geschichte eintauchen möchte, kann dies im Kaisertrutz bei den Besunzanen, Milzenern und
Sorben tun, die sich im Jahre 1000 in der Oberlausitz ansiedelten. Die Besucher, die sich für die jüngere Geschichte
der Stadt und insbesondere des Dom Kultury interessieren, können dies vor Ort in der Sonderausstellung "Unter der
grünen Kuppel" tun. Und für alle nächtlichen Museumsbesucher gibt es für den nächsten Tag eine Zugabe: Mit den
Eintrittskarten der Museumsnacht können am Sonntag alle teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals
besucht werden.
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Sächsische Zeitung vom 16.09.2004:
- Löwen brutzeln
Die beiden Görlitzer Lions-Clubs tun sich für die Museumsnacht am Sonnabend zusammen und laden in den Hof des
Barockhauses Neißstraße 30 ein. Neben allerlei außergewöhnlichen Präsentationen rund um Museum und Oberlausitzische
Bibliothek bieten die "Löwen" Gegrilltes (für einen guten Zweck) und ab 22 Uhr Klezmer-Musik mit dem Trio Harrys
Freilach.
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Sächsische Zeitung vom 17.09.2004:
- SZ verlost Museumskarten
Morgen legen sich die museen in Görlitz und Zgorzelec besonders in zeug. Wenn normalerweise die Türen schließen,
geht's erst richtig los. Um 18 Uhr beginnt die Museumsnacht. Neun Museen, davon eines in Zgorzelec, machen die
Nacht zum Tag und locken mit Sonder-Aktionen: Schlesisches Museum, Fotomuseum, Naturkundemuseum, Barockhaus,
Kaisertrutz, Reichenbacher Turm, Storchenmuseum, Spielzeugmuseum und Jakob-Böhme-Haus. 4,40 Euro kosten die Karten
heute noch im Vorverkauf, 6 Euro an der Abendkasse. Oder Sie rufen heute von 14 bis 14.10 Uhr in der SZ-Redaktion
an: 47 10 52 61. Dann verlosen wir unter den ersten Anrufern zehn mal zwei Eintrittskarten.
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Sächsische Zeitung vom 18.09.2004:
- Museen stecken in der Klemme
Heute zeigen sich die Görlitzer Museen wieder von ihrer besten Seite. Ob staatlich, städtisch oder privat: Überall
gibt es in der Görlitzer Museumsnacht etwas zu erleben. Doch wenn heute wieder viele hundert Menschen in der Stadt
unterwegs sind, könnten sie dabei eines leicht übersehen: Einige Museen in der Stadt haben mit großen Problemen
zu kämpfen.
Städtische Sammlungen
Für Kulturbürgermeister Ulf Großmann (CDU) sind die Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur abwechselnd
ein Anlass zur Freude und zur Sorge. Die neue Ausstellung über das Heilige Grab im Barockhaus demonstriert für ihn
eindrucksvoll, wie wertvoll die eigenen Bestände des Hauses sind. Grafiken von Dürer und Cranach gehören zum
Bestand. Zu sehen sind solche Schätze aber nur in Sonderausstellungen. Seit die oberen Stockwerke des Kaisertrutzs
wegen Baufälligkeit geschlossen sind, hat die Stadt keine dauerhafte Gemäldegalerie mehr. Das Barockhaus in der
Neißstraße 30 ist zu klein - und ebenfalls seit mehr als 50 Jahrzehnten nicht mehr modernisiert worden. Pläne gibt
es zuhauf. Ein fix und fertiges Museumskonzept liegt seit fast zwei Jahren schriftlich vor. Und für die
Neugestaltung des Kaisertrutzes samt des umliegenden Platzes gibt es bereits Architekten-Entwürfe. Doch geld dafür
fehlt. "Für die nächsten Jahre gibt es überaus bescheidene Aussichten", sagt Großmann. Und wenn die Görlitzer
Museumsmacher einen fehlenden Rückhalt im Stadtrat beklagen, widerspricht der Bürgermeister ausdrücklich nicht.
Dabei konnten die Städtischen Sammlungen die Besucherresonanz "enorm steigern", betont Großmann. Um ein Viertel ist
die Zahl im vorigen Jahr gestiegen: von 21650 im Jahr 2002 auf 26755 im Jahr 2003. Tendenz weiter steigend. Und 15
Menschen geben die Städtischen Sammlungen Lohn und Brot.
Spielzeugmuseum
Rund 5000 Besucher allein im Jahr 2003 stehen im Widerspruch zur mangelnden Anerkennung durch das städtische
Kulturamt. Schlimmer noch: "Förderung aus dem Kulturraum wird mit dem Hinweis abgelehnt, wir seien ein viel zu
unbedeutendes Haus", ärgert sich Thomas Fiedler, Vorsitzender des Vereins für das Spielzeugmuseum. Für den einzigen
Lichtblick sorgte bisher eine Finanzspritze der Görlitzer Altstadtstiftung. Dass das kleine, aber feine Museum in
der Nikolaivorstadt fast täglich öffnet, ist allein den 25 Vereinsmitgliedern anzurechnen. Für zusätzliche
Öffnungen, Führungen und die museumspädagogik wird seit 2000 immer wieder eine ABM-Stelle gewährt. Thomas Fiedler:
"ABM gelten aber maximal ein halbes Jahr. Sie enden, wenn die betroffene Kollegin gerade in die für sie neuen
musealen Aufgaben eingearbeitet ist. Da ist man ja schon dankbar, wenn die ABM dann ein halbes Jahr verlängert wird."
Schlesisches Museum
Das Schlesische Museum zu Görlitz ist scheinbar fein raus. Mit der Finanzmisere der Stadt hat das haus am Untermarkt
nichts zu tun. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Sachsen sind die wichtigsten Träger der Stiftung, die
das museum unterhält. So kann sich Direktor Markus Bauer auf ein schönes neues Museum im Schönhof freuen, das in
einem Jahr eröffnet wird. Dann ist das wichtigste Ziel erreicht - und doch beginnen genau damit die Probleme. Als
ein Museum, das im Aufbau begriffen ist, wurde es bislang finanziell großzügig behandelt, sagt Bauer. Aber damit
könnte es bald aus sein. Bauer sieht deutliche Anzeichen dafür, dass sich der Freistaat teilweise aus der bereits
zugesicherten Finanzierung zurückziehen könnte. Bauer: "Es drohen empfindliche Einbußen, die mir Sorgen bereiten."
Naturkundemuseum
Formal betrachtet geht es dem Naturkundemuseum prächtig: Als Museum des Freistaates spielen kommunale Nöte keine
Rolle. Zudem ist das Haus erst vor einem Jahr neu eröffnet worden - modern und üppig ausgestattet. Doch auch hier
drohen Fragezeichen: Was bringt der nächste Doppelhaushalt des Freistaats? Empfindliche Einschnitte deuten sich
darin an, auch wenn vor der Landtagswahl darüber geschwiegen wird.
Fotomuseum
Mit der kleinste Museumsverein ist in Görlitz der für den Aufbau des Fotomuseums. Auch dieser wird von kommunaler
Seite "überhaupt nicht ernst genommen", bedauert Wolfgang Blachnik, der 1. Vorsitzende. Dabei gilt Görlitz als ein
bedeutender Ort in der Geschichte der Fotografie. Auch der Museumsstandort in einem alten Kamerabetrieb ist
geschichtsträchtig. Doch nur mit einer Handvoll Ehrenamtlicher allein ist kein tändiger Besuchsbetrieb abzusichern.
Kein Wunder, dass die Besucherzahl des Jahres 2003 noch nicht an eine vierstellige Zahl herankam. Schade, gab es
doch schon oft wahre Leckerbissen auf der Löbauer Straße 7. Gestern eingeweiht wurde zum Beispiel das Hinterhaus
des Museums mit der exquisiten Schau Robert Lebecks aus Berlin. Kleiner Lichtblick: Für diese vier Wochen tägliche
Sonderöffnung (außer Montag) bekam der Verein kurzfristig sechs ABM-Stellen genehmigt.
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Sächsische Zeitung vom
20.09.2004:
- Im Shuttle zur Kuppel
Der Shuttle-Bus war selten voll, wurde aber zumindest vom Obermarkt zur Grenze gerne genutzt. Ziel: Das Dom Kultury
und das Jakob-Böhme-Haus in Zgorzelec.
Dom Kultury
25 Interessierte steigen aus und strömen um 20 Uhr in die Ausstellung "Unter der grünen Kuppel". Der Kunsthistoriker
Marius Winzeler spricht zur deutschen, polnischen und gemeinsamen Geschichte der hundert Jahre alten "Grünen Kuppel",
erklärt Woher, Wohin und Sinn der Bilder. In dem pompösen Gebäude - 1902 erbaut, um die deutschen Kaiser zu rühmen,
als Denkmal des Nationalstolzes - wurde in den vergangenen vier Monaten so viel wie möglich von der Sammlung gezeigt,
die man ursprünglich sehen konnte, solange das Haus Museum war. "Nanu, wo ist die Zeit hin, ich hab mich gar nicht
gelangweilt", sagen Besucher ud gehen erst Ihrer Wege, als Winzeler geendet hat. Denn vier junge Musiker mit
Mandolinen und Gitarre spielen im Theatersaal ein bisschen Flamenco aus vergilbten Noten, dies und jenes, ohne jede
Inspiration, mit boshaft gelangweilten und bitterernsten Gesichtern. Vom anderen Ende der Halle dringen violettes
Licht und polnische Diskomusik, zu der nun Leute scharenweise kommen. Es ist ja schließlich ein Kulturhaus.
Jakob-Böhme-Haus
Jemand stößt sich den Kopf, und Jakob Böhme lacht. Am Eingang des Hauses, das der Altseidenberger Schuhmacher von
1599 bis 1610 bewohnte, wird vor der Größe gewarnt. "Alles steht dran", sagt der Museumsleiter Józef Grohala, "na
gut, aber nur auf Polnisch." Zwei Leute nur, folgen der Führung am frühen Abend, zu der grohala mit Schlapphut,
Leinenhemd und weißer Hose ins Jakob-Böhme-Haus einlädt. Als gegen acht die sorbische Folkloregruppe Sprjewjan aus
Bautzen unten auf der Straße spielt, stehen zehn Zuhörer am Neißegeländer. Drei Männer in Trachten, Dudelsäcke aus
echtem Ziegenfell unterm Arm, später mit Akkordeon, Gitarre und Kontrabass geben typisches aus der Lausitz zum
Besten, sprechen Deutsch die Titelfolge ab, prosten sich auf Sorbisch zu und trinken polnisches Bier.
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Sächsische Zeitung vom 20.09.2004:
- Zeitreisen mit Kutte oder Frack
Viele hundert Menschen folgten am Sonnabend der Einladung zur Görlitzer Museumsnacht.
Kaisertrutz
Im Kaisertrutz erwacht die Sonderausstellung "Besunzane - Milzener - Sorben" zu einer lebendigen Geschichtsaufarbeitung.
Dafür ist Thietmar von Merseburg, Chronist um das Jahr 1000, noch einmal ins Leben zurückgekehrt. In seinem Mönchsgewand
aus den Fernsehstudios Berlin Adlershof macht er sich auf den Rundweg, um mit seinen zahlreichen Zuhörern über das frühe
Mittelalter und eigene Lebenserfahrungen zu reden. Darin hat Harald Polzin Erfahrung. Er ist Schauspieler bei Life Game
Company Berlin und bundesweit unterwegs, um im Museum auch Theater zu zelebrieren. Nach dieser Zeitreise bringt
sorbischer Folk musikalische Farbe ins Geschehen, wobei auch der Leiter ds sorbischen museums in Bautzen mit Gitarre
und Mundharmonika dabei ist.
Schlesisches Museum
Breslauer Zeitgeist der Zwanziger Jahre versprüht das Schlesische Museum. Charleston bestimmte damals die Mode und
auch den Tanz im Wandel der Zeiten. Zu Zeitzeugen dieser goldenen Vergangenheit schwingen sich auf der Bühne im
Gartengelände junge Tänzerinnen des Tanzsportvereins Jasmin auf. Die Museumsmitarbeiter tragen historische Garderobe
aus dem Theaterfundus, bei der das Stirnband mit der aufgesteckten Pfauenfeder nicht fehlen darf.
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| Amtsblatt der kreisfreien Stadt Görlitz |
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Amtsblatt vom 05.10.2004:
- Erfolgreiche lange Nacht der Muse(e)n Görlitz-Zgorzelec 2004
Die dritte "Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz-Zgorzelec 2004" war aus Sicht der veranstalter ein voller Erfolg.
Die Zahl der Besucher hat sich auch 2004 erneut erhöht - mehr als 1750 Gäste sorgten für einen Besucherzuwachs
von über 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft "Lange nacht der Muse(e)n
Görlitz-Zgorzelec" auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Einerseits hat die Veranstaltung mit der Beteiligung der
zwei Zgorzelecer Museen Jakob-Böhme-Haus und Dom Kultury, an Attraktivität gewonnen, andererseits konnten durch
das Einbeziehen der Zgorzelecer Einrichtungen auch neue Besuchergruppen aus Zgorzelec erschlossen werden. Aber
auch Höhepunkte wie die Präsentation einer Sonderausstellung mit Fotos von Robert Lebeck im Fotomuseum oder die
Einweihung einer Schauvitrine mit Kinderspielzeug aus dem vorigen Jahrhundert im Spielzeugmuseum trugen zum
Gelingen bei. Das Wiederholen einzelner Programmpunkte in den Museen ermöglichte es den Besuchern, bei besonders
interessanten Programmpunkten, wie beispielsweise Oberon und Helena oder dem Klezmer-Konzert mit dem "Trio Harry's
Freilach", zu verweilen. Als großen Vorteil sahen viele Museumsnachtbesucher den kostenlosen Busshuttle an, der
die zgorzelecer mit den Museen auf Görlitzer Stadtseite verband. Dieser wird im nächsten Jahr mit großer
Wahrscheinlichkeit wieder eingesetzt. Als sich dann gegen 2.00 Uhr nachts langsam auch die letzten
Museumsnachtbesucher nach Hause trollten, konnte die ARGE auf eine äußerst gut besuchte, friedliche Museumsnacht
2004 zurückblicken.
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| Wochenkurier |
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Wochenkurier vom 28.07.2004:
- Lange Nacht der Muse(e)n
Mit dem Dom Kultury (Ruhmeshalle) und dem Dom Jakuba Boehme (Jakob Böhme Haus) werden zwei wichtige Museen der
Europastadt Görlitz - Zgorzelec ihre Pforten zur Langen Nacht der Muse(e)n öffnen. Beide Häuser können mit der
gleichen Eintrittskarte wie die anderen sechs Museen besucht werden. Auf Görlitzer Seite können die Besucher der
Museumsnacht die "Goldenen Zwanziger" im Schlesischen Museum erleben. "Die geheimnisse der Nacht" im Staatlichen
Museum für Naturkunde erforschen oder auch die Berufsberatung beim Klapperstorch im Storchenmuseum im Naturschutz
-Tierpark Görlitz e.V. besuchen. Wer lieber bei zauberhaft, grusligen Rundgängen durch die Nikolaivorstadt dabei
sein möchte, sollte sich im Spielzeugmuseum einfinden. Hier werden nicht nur die Kinderherzen höher schlagen,
wenn sie mit den Museumsclowns Fine und Tine Spaß haben, sondern auch die Erwachsenen können hier erstmals auch
Spielzeugfunde aus dem Görlitzer Schönhof bestaunen. Karten gibt es ab dem 16. August 2004 in allen teilnehmenden
Museen und beim Touristbüro i-vent auf dem Obermarkt 33.
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Wochenkurier vom 15.09.2004:
- Lange Nacht der Muse(e)n
"Damit wollen wir in einer besonderen Form unsere Rolle als Akteure und Mitgestalter des kulturellen Lebens in
Görlitz-Zgorzelec gerecht werden. In abendlicher Samstaglaune erscheinen uns viele Dinge bekanntlich in anderem
Licht. Mit einem Kulturangebot, themenbezogenen Veranstaltungen und kulinarischen Genüssen, laden wir zum
Entdecken des nächtlichen Lebens in unseren Häusern ein", so die Veranstalter, eine Arbeitsgemeinschaft aus
Vertretern aller beteiligten Museen. Bis zum Freitag kann man noch den Vorverkauf für die Museumsnacht nutzen und
spart dabei. Personen über 14 Jahre zahlen im Vorverkauf 4,50 Euro, Abendkassse 6 Euro. Kinder von 3 bis 13 zahlen
2,50 € (AK 3 €). Die Familienkarte (2 Erwachsene und 2 Kinder bis 14) kostet 11 € (AK 13 €). Die Eintrittskarten
für die Museeumsnacht können auch am 19. September zum Besuch der beteiligten Museen zu den regulären Öffnungszeiten
genutzt werden. Die Karten gibts im Vorverkauf bei den beteiligten Museen. Die Museumsnacht beginnt um 18 Uhr.
Musik, Tanz, Sonderpräsentationen, Vorführungen, Nachtwanderungen, Vorträge, Mitmachaktionen und mehr wurden
vorbereitet. Ein Programmheft, erhältlich bei i-vent, Brüderstraße, gibt detaillierte Auskunft, ebenso das Internet.
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| Niederschlesischer Kurier |
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Niederschlesischer Kurier vom 17.07.2004:
- Erstmals auf beiden Neißeseiten
Die Lange Nacht der Muse(e)n 2004 hat Zuwachs bekommen. Zum erstenmal werden sich am
Samstag, 18.September,
auch Zgorzelecer Museen an der Veranstaltung beteiligen.. Mit dem Dom Kultury (Ruhmeshalle) und dem Dom Jakuba
Boehme (Jakob Böhme Haus) werden zwei wichtige Museen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec ihre Pforten zur Langen
Nacht der Muse(e)n öffnen. Beide Häuser können mit der gleichen Eintrittskarte wie die anderen sechs Museen
besucht werden. Karten gibt es ab Montag, 16. August, in allen teilnehmenden Museen und beim Touristbüro
i-vent auf dem Obermarkt 33. Auf Görlitzer Seite können die Besucher der Museumsnacht die "Goldenen Zwanziger" im
Schlesischen Museum erleben, "Die Geheimnisse der Nacht" im Staatlichen Museum für Naturkunde erforschen oder auch
die Berufsberatung beim Klapperstorch im Storchenmuseum im Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. besuchen.
Im Fotomuseum können die Besucher die Geheimnisse der Silberfilmtechnik beleuchten oder sie schauen im Kaisertrutz
bei den Besunzanen, Milzenern und Sorben vorbei, die hier sorbische Folklore bieten.
Wer lieber bei zauberhaft, grusligen Rundgängen durch die Nikolaivorstadt dabei sein möchte, sollte sich im
Spielzeugmuseum einfinden. Hier werden nicht nur die Kinderherzen höher schlagen, wenn sie mit den Museumsclowns
Fine und Tine Spaß haben. In allen teilnehmenden Museen ist für das leibliche Wohl während der Museumsnacht gesorgt.
Für sämtliche Besucher der Museumsnacht gibt es sogar noch eine Zugabe am
Sonnatg, 19. September. Mit
den Eintrittskarten der Museumsnacht können alle teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals
besucht werden.
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Niederschlesischer Kurier vom 24.07.2004:
- Lange Museumsnacht überquert die Neißen
Eine erfreuliche Premiere feiert in diesem jahr die Lange Nacht der Muse(e)n: Erstmals beteiligen sich auch
Einrichtungen in der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec an der Veranstaltung. So öffnet am
Sonnabend,
18. September, unter anderem das Jakob Böhme Haus seine Pforten.
Für Besucher aus dem deutschen Teil der Neißestadt ist das knallrot gefärbte Gebäude direkt am Flussufer
nicht zu verfehlen. Viele Jahre lang war das Handwerkerhaus Wohnsitz und Arbeitsstätte des Mystikers und
Theospohen Jakob Böhme. Das heutige Erscheinungsbild ist gekennzeichnet von Um- und Wiederaufbaumaßnahmen,
die in der Zeit nach dem großen Stadtbrand von 1726 und während des 19. Jahrhunderts vorgenommen wurden. An
der Fassade befindet sich ein Flachrelief von 1924, das hier zum 300. Todestag Böhmes angebracht wurde. Jakob
Böhme (geboren 1575 in Alt-Seidenberg, gestorben 1624 in Görlitz) gilt als einer der bedeutendsten
Naturphilosophen und Mystiker des 16. und 17. Jahrhunderts. Als Lutheraner und Schuhmacher lebte er nach seinen
Wanderjahren ab 1599 in Görlitz. Böhme erfuhr mindestens dreimal mystische Erfahrungen. Er schwieg lange Zeit
darüber. 1612 schrieb Jakob Böhme ohne akademische Vorkenntnisse "Aurora". Es war eine schwierige Arbeit für
einen einfachen Schuhmacher, eine derart tiefsinnige Schrift zu vefassen. Böhme hatte nicht die Absicht, seine
Schrift zu veröffentlichen. Nur seinen Freunden gab er sie zu lesen. Durch Kopieren fand sie jedoch eine weite
Verbreitung. Der damalige Pfarrer von Görlitz, Gregor Richter, erachtete das Werk als unchristlich und stachelte
das Volk gegen Böhme auf. Nachdem dieser lang geschwiegen hatte, fing er 1618 erneut und mit der Selbstsicherheit
einer christlichen Berufung zu schreiben an. 1623 verfasste Böhme das Buch "Weg zu Christo", mit dem er einen
Skandal auslöste. Er floh zunächst nach Dresden, kehrte aber nach Görlitz zurück und blieb hier bis zu seinem
Lebensende am 17. November 1624. Ab 1998 wurde Böhmes Wohnhaus an der Daszynskiego-Straße 12 unter Förderung
durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit saniert. Es ist heute Sitz der polnischen Vereinigung
"Euroopera" und beherbergt eine Dauerausstellung zu Leben und Werk des berühmten Görlitzer Philosophen.
Nur drei Häuser weiter (Nummer 15) will "Euroopera" ein Lusitzer Museum einrichten. Hier kann derzeit die
Installation "Zum Leben erwachter Raum" der Künstlerin Anna Pasikowska bewundert werden. Außerdem lädt bereits
die Sonderausstellung "Dinge erzählen - Wanderungen auf den Spuren der Oberlausitzer Kultur" zum Betrachten ein.
In der langen Museumsnacht führt Jakob Böhme ab 18.00 Uhr stündlich Gäste durch sein Haus. Die Erklärungen werden
in deutscher und polnischer Sprache gegeben. Ab 19.00 Uhr gibt es ein Konzert der Folklore-Gruppe Sprjewjan aus
Bautzen mit sorbischer Musik. Ab 21.00 Uhr spielt Piotr Fiedorowicz auf einem galizischen (spanischen) Dudelsack.
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Niederschlesischer Kurier vom 31.07.2004:
- Schlesisches Museum mit Musik, Tanz und Gaumenfreuden
Mit dabei bei der "Langen Nacht der Muse(e)n" ist in diesem Jahr das Schlesische Museum. Vor dem Umzug in den
Schönhof zeigt die Einrichtung die Sonderausstellung "Werkstätten der Moderne. Lehrer und Schüler der Breslauer
Akademie 1903-1932". Das zugehörige Programm in der Museumsnacht trägt passend dazu den Titel "Goldene Zwanziger
im Goldenen Baum". Für all jene Besucher, die an diesem Abend auch äußerlich in die 20er jahre eintauchen wollen,
öffnet in der Eingangshalle ein Bastel- und Schminkstudio. Eine professionelle Fotografin sorgt dafür, dass die
Kreationen unvergesslich bleiben. Vorbei an einer kleinen Ausstellung über Kopfbedeckungen der "Goldenen Zwanziger"
geht es in den Museumshof, in dem allerhand geboten wird. Mit Charme, Esprit und einer gehörigen Portion Ironie
präsentiert das Duo "Björn Bewerich & Björn Sobota" sein Programm, das sowohl alte Gassenhauer als auch weniger
bekannte Lieder der 20er jahre beinhaltet - natürlich stilecht mit Frack und Piano. Dazwischen begeistern
Tanzeinlagen des Showballetts des TSC Jasmin Görlitz unter der leitung von Johanna Krebs. Die Bühne bebt, wenn acht
charmante junge Damen beim Charleston das Tanzbein schwingen. Die lustige Kellnertruppe des Fördervereins
Historienspiele Görlitz und Axel Krüger verwöhnen die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten, soweit dies die
Lachmuskeln erlauben. Weitere Gaumenfreuden kann man im Gewölbecafé entdecken. Als Sahnehäubchen gibts eine Prise
Breslauer Kaffeehausliteratur: Uwe von Seltmann lädt zu zwei Lesungen ein. Wer noch mehr vom Geist dieser Zeit in
Breslau erleben möchte, der ist bei Tobias Weger willkommen, der am Abend eine architektonische Dia-Exkursion in
die schlesische Metropole der 20er Jahre startet. Den Höhepunkt des späteren Abends bildet "Das Kabinett des Doktor
Cagliari" - ein Stummfilmklassiker von Robert Wiene. Im Schönhof, der künftigen heimstatt des Schlesischen Museums,
wird indes noch fleißig gearbeitet. Am 2. Oktober 2005 will man dort das zentrale Museum für Schlesien auf dem Boden
der Bundesrepublik Deutschland eröffnen. Von Malerei und Plastik über Goldschmiedearbeiten, Glas und Keramik, bis
hin zu Werkzeugen und Gegenständen des täglichen Lebens soll die Palette reichen, mit der auf 2.000 Quadratmetern
die schlesische Kulturlandschaft vorgestellt wird.
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Niederschlesischer Kurier vom 07.08.2004:
- Die fotografische Industrie in Görlitz
Einen Einblick in die Geschichte der fotografischen Industrie in Görlitz bietet das Fotomuseum der Neißestadt
in der Löbauer Straße 7. Am Samstag, 18. September beteiligt sich die Einrichtung an der "Langen Nacht
der Muse(e)n". Unter dem Titel "Neue Rückblicke" werden Erkenntnisse aus der 110-jährigen Geschichte dieses
Industriezweigs gezeigt, der Görlitz jahrzehntelang als Zentrum fotografischer Wertarbeit bekannt gemacht hat.
Darüber hinaus erläutern die Mitglieder des Vereins den geschichtlichen Hintergrund der "Camera Obscura" und
zeigen, wie die Fotoherstellung auf Grundlage der Silberfilmtechnik funktionierte. Unbestrittenes Highlight
des Fotomuseums in der "Langen Nacht der Muse(e)n" ist zweifellos die Eröffnung einer Sonderausstellung über das
Leben und Wirken des bekannten Fotografen Robert Lebeck, der mit seinen Aufnahmen jahrelang das gesicht des "Stern"
prägte. Anlass der bis zum 17. Oktober geöffneten Schau ist der 75. Geburtstag des gebürtigen Berliners.
Zum ersten Mal kann man auch seine Farbfotografien in Augenschein nehmen. "...jeder behauptet, die gute alte Zeit
der Schwarzweißfotografie sei vorbei. Die mit mir in Verbindung gebrachten Motive sind alle schwarzweiß. Das ist
aber nur eine Seite von mir. Deshalb mein Ehrgeiz zu zeigen, dass ich seit 40 Jahren Reportagen auch in Farbe mache",
äußert sich Robert Lebeck zum Anliegen der Ausstellung. Entstanden auf seinen zahlreichen Reisen durch die Kontinente
sind die mit subtilem Humor aufgenommenen Fotos in assoziativer Weise paarweise einander gegenüber gestellt. Westlichen
Konsum und eitlen schönheitswahn kontrastiert er mit der Armut der Menschen anderer Kontinente, Bilder ungebrochener
Lebensfreude mit den Sterbehäusern in China und Indien, Gesten religiöser Hingabe mit der bedrohlichen Präsenz von
politischer Propaganda und militärischen Machtapparaten, die Erhabenheit unberührter Natur mit dem Ausbruch von
Gewalt in unseren metropolen, die Mächtigen der Politik und die Verwöhnten der High Society mit den Repräsentanten
der Kultur. Robert Lebecks Themen vermitteln Einblicke in fremde Kulturen und sind zugleich deren Spiegelbilder.
Der Betrachter ist oft überrascht, schmunzelt, bekommt aber auch Einblicke in Unvorhergesehenes. Das Interesse zur
Fotografie regte sich bei Robert Lebeck schon in jungen Jahren. Zu seinem 23. Geburtstag bekam er eine Retina 1A
Kamera geschenkt. Er las die Gebrauchsanweisung, die seine einzige fotografische "Ausbildung" war und machte sich
auf die Suche nach Motiven. Bereits zehn Jahre später zählte er zur Elite des internationalen Fotojournalismus.
1991 erhielt er den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photografie.
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Niederschlesischer Kurier vom 14.08.2004:
- Geheimnisse der Nacht im Naturkundemuseum
Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, doch zuvor gibt es im Naturkundemuseum ein großes Finale. Zur Museumsnacht
am Samstag, 18. September, lädt das Haus am marienplatz zu einer ganz besonderen Sommernacht ein. Und weil
dieser gebührend verabschiedet werden soll, gibt es rund um die beliebte Jahreszeit Verblüffendes und Geheimnisvolles
zu erforschen. Seit der Wiedereröffnung im November 2003 hat das Naturkundemuseum schon über 32.000 Besucher begrüßen
können. Vom Keller bis zur zweiten Etage bieten sich neue Ausstellungen über die Oberlausitz und tropische Lebensräume.
Zur Museumsnacht zeigt sich das größte Naturkundemuseum der Lausitz aber in einem anderen Licht: Mit der Taschenlampe
können sich die Besucher auf Exkursion durch die Tier- und Pflanzenwelt begeben. Im Museum und in der Bibliothek (direkt
neben dem Ausstellungsgebäude) stehen die "Geheimnisse der (Sommer) Nacht" im Mittelpunkt. "Die Affen rasen durch den
Wald..." - in einer Version der Jugentheatergruppe des Theaters Görlitz unter der Regie von Thorsten Teubl wird der
Regenwald zur Kulisse für den "Sommernachtstraum" von Shakespeare. Zu verschiedenen Zeiten an unterschiedlichen Orten
- im gesamten Naturkundemuseum trifft man auf wunderliche Gestalten, bevor um Mitternacht der Traum seinen Höhepunkt
findet. Im "Nachtlager" können kleine und große Forscher das Leben "unter unseren Füßen" entdecken. Ob
mikroskopieren, experimentieren oder basteln - das Forschungscamp bietet für jede Altersgruppe etwas zum Mitmachen.
Ergänzt wird das nächtliche Spektakel durch "Nacht- und Nebelaktion" im Regenwald. Wenn aus Licht Farben entstehen -
Experimente zur Farbenvielfalt der Natur sind hier zu bestaunen.
Im Vivarium wird "Nachtarbeitern" über die
Schulter geschaut. Hier bietet sich Krabbelndes und Kriechendes im anderen Licht ... Skorpione zeigen, welche
Leuchtkraft unter ihrer Haut steckt und nachtaktive Tiere sind hautnah zu erleben.
Die Bibliothek ermöglicht
während der Museumsnacht ganz besondere Blicke auf Schätze. Mit "Nachtführungen" werden in den Etagen historische
Karten und Bücher ans Licht geholt, die sich sonst im Verborgenen befinden. Dr. Engelmann begleitet das Programm
mit spannenden Vorlesungen und Lichtbildern rund um das Thema "Nachtaufnahmen". Eine kleine Ausstellung widmet sich
im Leseraum den "Nachtgeist(ern)" und betrachtet Geheimnisse der Dunkelheit im Licht. Während der gesamten Museumsnacht
gibt es kulinarische Sommernachtsgenüsse der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Görlitz e.V..
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Niederschlesischer Kurier vom 21.08.2004:
- Zauberhaftes zwischen
Spielzeug und Gruseln
Hereinspaziert, hereinspaziert, liebe Kinder! Natürlich stehen im Spielzeugmuseum Görlitz auch zur Museumsnacht am
Samstag, 18. September, die kleinen Besucher im Vordergrund. Zauber-Peter, die Clowns Fine und Tine empfangen um
18.00 Uhrt die Kids im Museum auf der Rothenburger Straße. Zauber-peter kennen sicherlich viele Görlitzer. Seine bunten
wie originellen Figuren aus Luftballons begeisterten bei vielen Kinderfesten. Fine und Tine dagegen wollen die Kinder
lustig schminken und haben sich viele Spiele ausgedacht. Da wird die Zeit nicht lang, dnn bereits eine Stunde später
fällt der Startschuss für den Lampionumzug durch die Nikolaivorstadt. Für die größeren Kinder dagegen beginnt um 19.30
Uhr die Taschenlampen-Exkursion in das Reich der Miniaturen. Da ist es Museum zappenduster, wenn Christine Eisenhammer
mit der Besucherschar durch die Gewölbe wandelt. Im Schein der Taschenlampen erzählt sie viele lustige Geschichten und
vielleicht auch mal eine gruselige. Ab 19.00 Uhr kommt übrigens auch Leben in die original eingerichtete Spielzeugmacherstube.
Hier kann man bis 21.00 Uhr dem Schnitzer Karl-Heinz Krauß über die Schulter und auf die Finger sehen. Unter seinen
geschickten Fingern entstehen aus Lindenholz Görlitzer Figuren, wie Jakob Böhme oder der Altstadttrommler, die man
übrigens auch kaufen kann. Spannend wird es dann um 20.00 Uhr. Görlitzer Denkmalforscher fanden vor einigen Jahren
im Schönhof Spielzeug, das vermutlich in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges oder kurz nach 1945 hergestellt
wurde. Diese relativ einfachen Spielzeuge aus Holz und Pappe stellten sie dem Spielzeugmuseum zur Verfügung. Gesäubert
und restauriert, finden die Sachen nun in einer Wandvitrine ihren Ehrenplatz. Zu den Funden und zur Geschichte geben die
Denkmalforscher an diesem Abend Auskunft. Während Karl-Heinz Krauß noch kräftig schnitzt, bereitet sich Reinhard Thomas
aus Göda auf seinen Auftritt vor. Der "Hofmagier", der sonst im Dresdner "Sophienkeller" die Gäste verzaubert, verblüfft
im Museumshof mit mittelalterlichen Zaubereien und unwahrscheinlichen Tricks. Da die Plätze im Hof begrenzt sind, sichert
rechtzeitiges Kommen den besten Zaubergenuss. Aber keine Angst. Der "Hofmagier" ist um 21.00 und 22.00 uhr zu erleben.
Ab 23.00 Uhr finden sich dann weitere mittelalterliche Gesellen im Hofe ein. Barbarossa & friends, Abenteurer und
Feuerschlucker Kilian, Löffelschnitzer Karl Heinrich und die Fackelsteiner geben ein kurzes musikalisches Intermezzo,
ehe sie eine halbe Stunde vor Mitternacht mit der gesamten Besucherschar zu einer gar "erschröcklichen" Führung durch die
Nikolaivorstadt aufbrechen. "Gar Gruseliges vom Galgenberge" war bereits im vergangenen Jahr ein Riesenerfolg. Mittlerweile
haben sich die Mittelaltergesellen um Organisator und Chef-Trommler Detlef Haussmann etwas Neues einfallen lassen. Und
wenn Feuerschlucker Kilian mit von der Partie ist, kann man sicher sein, dass es auch feurig zugeht um Mitternacht, wenn
in der Nikolaivorstadt alle Katzen grau sind, die Fledermuse lautlos auf die Jagd gehen
und finstere Gesellen in
mancher Ecke lauern.
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Niederschlesischer Kurier vom 28.08.2004:
- Reiseabenteuer im Kaisertrutz
Zur Langen Nacht der Muse(e)n am Samstag, 18. September, lädt das Kulturhistorische Museum die Besucher zu
vielfältigen Reise-Abenteuern in den Kaisertrutz und in's Barockhaus Neißstraße 30 ein. Schauspieler Harald Polzin
nimmt in seinem Ausstellungstheater die Besucher des Kaisertrutzes mit auf die Zeitreise, wenn er als Thietmar von
Merseburg durch die Sonderausstellung "Besunzane - Milzener - Sorben" führt. Thietmar von Merseburg war um die erste
Jahrtausendwende Bischof von Merseburg und Chronist des Ottonischen Kaiserreiches. Mit ihm kann man also eintauchen
in die Geschichte der Oberlausitz vor 1.000 Jahren ein. Die Folk-Gruppe "Sprjewjan" spannt von 20.30 bis 22.00 Uhr
den musikalischen Bogen von der Geschichte der Sorben bis zur Gegenwart. Die Lieder in den Programmen von
"Sprjewjan" - teils authentische traditionelle Musik, die durch eigene Kompositionen ergänzt wird - erzählen
variantenreich und mit vielfältigen musikalischen Ausdrucksmitteln von Lebensfreude und Trauer, Liebe und Schmerz.
Im Barockhaus berichtet Agnete Fingerin alias Simone Labus in der Ausstellung "Lausitzer Jerusalem" über ihre Reise
ins gelobte Land vor 500 Jahren. In die unterschiedlichsten Welten entführen die Oberlausitzische Bibliothek der
Wissenschaften in szenischen Vorstellungen der Bibliothek sowie mit reicher Lektüre zum Stöbern und Erwerben aus den
Beständen des Ostritzer Antiquariats auf der Loggia des Barockhauses. Von 19.00 bis 21.00 uhr können alle jungen
Museumsnacht-Besucher in der Museumswerkstatt Pilgerzeichen und Andenken an ihren Pilgerzug durch die Museen
herstellen. Ab 19.30 Uhr entführen jugendliche Akteure in die Welt des Gospels und Pop. Für den Jugendchor des
Kirchenkreises Görlitz unter der Leitung von Britta Martini heißt es dann: "Hey listen, nu hör ma zu!" Mit
Klezmer-Klängen spielt "Harrys Freilach" ab 22.00 Uhr im Museumshof jiddische Musik zum Tanzen, Zuhören, Träumen -
Musik, die Nuancen und Facetten des Lebens ausdrückt. Harry Timmermann, virtuoser Klezmer-Klarinettist, Sophie
Timmermann (Gesang und Gitarre) sowie Alexander Danko, (Bayan) bringen die alten Gemäuer zum Klingen und Schwingen.
Zum Programm gehören traditionelle Freilachs, Horas, Nigunim und chassidische Tänze, neuere Kompositionen im
Klezmer-Stil, Tangos, jiddische und sefardische Lieder. Für die polnischen Besucher der Museumsnacht gibt es neben
den für alle Nationalitäten geeigneten musikalischen und kulinarischen Leckerbissen um 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr
polnisch-sprachige Führungen durch das Barockhaus Neißstraße 30.
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Niederschlesischer Kurier vom 04.09.2004:
- Karnevalistisches im Storchenmuseum
Eine lange Nacht im Tierpark und der kulturhistorischen Ausstellung "Klapperstorch mein Guter" dürfte
in der "Langen Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec" etwas Besonderes sein, werden doch die Tiere
einmal aus dem Blickwinkel verschiedenster bekannter Leute vorgestellt. Am 18. September, kommen Tucholsky,
Kästner, Morgenstern, Ustinov, Willemsen und natürlich Storchentante Liesbeth Burger zu Wort. Damit
verspricht der Abend laut und leise, humorvoll und ernst, lustig und traurig zu werden. "Hochverehrtes
Publikum, Damen und Herren, ungelogen: Schön habt ihr euch angezogen." Nach Roger Willemsens "Karneval
der Tiere" nützt das aber nichts. "Vergeblich! Aus! Und ganz egal, als Zoo seid Ihr viel zu banal, und
kraucht Ihr gar auf allen vieren, der Karneval gehört den Tieren!" ... zumindest zur diesjährigen Museumsnacht
im Naturschutz-Tierpark Görlitz.
18.00 bis 20.00 Uhr, "Karnevalistische Führung" durch den Naturschutz-Tierpark Görlitz. Um 18.00 Uhr
begibt sich die Besucherschar auf den Weg zu den Tieren und wird in den Bann der zoologischen Fantasie von
Roger Willemsen im "Karneval der Tiere" gezogen. 20.30 bis 21.15 Uhr, "Klapperstorch-Erotisches", der 2. Teil,
Erstaufführung vor dem Restaurant "Zum gebratenen Storch". Wenn der Klapperstorch kommt, hört die Erotik auf?
Laut Kurt Tucholsky wird... "nach einem Happy end im Film jewöhnlich abjeblendt." Storchentante Liesbeth Burger
hat so manches Familienschicksal erlebt, welches die Zeilen von Tucholsky nur bestätigt: "Ist es denn möglich,
Liesbeth, wenn man sich nur ein einzigmal vergessen hat ..." Was so alles möglich ist, wird während der Lesung
mit einem Augenzwinkern und spöttischem Blick dramatisch ausgemalt. 19.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Sonderausstellung
"Ostereierbringer - Kinderbringer - arbeitslos", die berufliche Karriere des Klapperstorches in der
Kulturhistorischen Ausstellung "Klapperstorch mein Guter". Hier können die Besucher das "berufliche Leben" des
Storches einmal genauer unter die Lupe nehmen. Seine Karriere ist beachtlich. Als Herrscher fing er an. Das geht
sogar bis heute gut. Noch herrscht er über Frösche. Er versucht sich als Tierarzt und Orakeltier, als Glücksbringer
und Gewittervogel. Als Frühlingsbote wurde er bis heute nicht in Rente geschickt, als Kinderbringer hat er
abgedankt. Nur die Werbefirmen haben davon wahrscheinlich noch nichts gehört. Sie entwerfen Glückwunschkarten für
Geburten und Werbeslogans für Babyausstatter immer noch mit dem Klapperstorch.
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Niederschlesischer Kurier vom 11.09.2004:
- Von der Gedenkhalle zum Kulturhaus
Als einer der neuen polnischen Partner für die Lange Nacht der Muse(e)n konnte das Dom Kultury in Zgorzelec gewonnen
werden. Es befindet sich in einem monumentalen Gebäude, das eng mit der Geschichte der Neißestadt verbunden ist.
1902 als Oberlausitzer Gedenkhalle in der Görlitzer Oststadt vollendet, am 1. Juni 1904 mit dem Kaiser-Friedrich-Museum
eröffnet, während des zweiten Weltkrieges als Museum geschlossen und seit 1948 als Dom Kultury (Kulturhaus) von
Zgorzelec genutzt. Im Jahre 1950 wurde hier der Vertrag über die Oder-Neiße-Grenze zwischen der DDR und der Volksrepublik
Polen unterzeichnet. Die wechselvolle Geschichte des Gebäudes und der Museumssammlungen, die Umnutzung des Objekts nach
1945 und die Aktivitäten des Kulturhauses seit 1948 sind das Thema einer großen Sonderausstellung in den alten Museumsräumen;
ein deutsch-polnisches Projekt unter der Zusammenarbeit des Dom Kultury in Zgorzelec, der Städtischen Sammlungen für Kultur
und Geschichte in Görlitz, des Schlesischen Museums zu Görlitz und des Büros Kulturhauptstadt 2010. Speziell am Abend
des 18. Septembers wird für die Besucher des Dom Kultury eine kostenlose Buslinie eingerichtet, die regelmäßig und
schnell den Untermarkt mit dem Kulturhaus und dem Jakob-Böhme-Haus verbindet.
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Niederschlesischer Kurier vom 18.09.2004:
- Mit einem Ticket doppelt Freude
Die Plakate sind aufgehangen und alle Programmhefte sind verteilt. Die Lange Nacht der Muse(e)n Görlitz/Zgorzelec
kann beginnen. Die Organisatoren hoffen jedenfalls auf viele Besucher und ein rauschendes Fest. Da die
Altstadtbrücke zur Museumsnacht nun doch nicht geöffnet wird, haben die Organisatoren ein Busshuttle eingerichtet.
18.10 Uhr fährt der erste Bus ab Heroldbrunnen am Obermarkt/Ecke Brüderstraße. Er fährt bis zum Meridianstein neben
der Stadthalle. Dann müssen die Besucher kurz zu Fuß über die Stadtbr+cke (ist zurzeit wegen Bauarbeiten für den
Fahrzeugverkehr gesperrt). Diese Route wird alle 30 Minuten ab Obermarkt gefahren. Letzte Abfahrt 0.40 Uhr. Direkt
am Grenzübergang in Zgorzelec wartet dann der zweite Bus, der die Gäste von dort erst zum Dom Kultury, dann zum
Böhme-Haus fährt. Diese Schleife wird, angepasst an die Zeiten des Busses auf deutscher Seite, ständig bedient. Für
Besucher, die von Zgorzelec nach Görlitz wollen, fährt dementsprechend der erste Bus ab Meridianstein zum Obermarkt
um 18.25 Uhr, ab da dann auch im 30 Minuten-Takt. Im Schlesische Museum wurden in den vergangenen Tagen schon die
ersten Jugendstil Caféhäuser eingerichtet und nochmals alle Ausstellungsstücke der Breslauer Akademie auf Hochglanz
poliert, während im Fotomuseum die schönsten Bilder der einmaligen Fotoausstellung von Robert Lebeck ins rechte Licht
gesetzt wurden. Auch die Arbeitsberatung beim Klapperstorch sammelt noch alle offenen Stellenangebote der Region, um
sie am 18. September, um 19.00 Uhr an den Mann bzw. Frau zu bringen. Und für die Besucher der Museumsnacht gibt es
sogar noch eine Zugabe: Am 19. September können Sie mit den Eintrittskarten der Museumsnacht am Sonntag alle
teilnehmenden Museen zu den regulären Öffnungszeiten nochmals besuchen.
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